Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Zwar tritt die Tragbarkeit beim Bohnapfel ziemlich spät ein, sie ist dann aber sehr reich und kehrt alle zwei Jahre regelmäßig wieder. Man kann daher verstehen, daß die Sorte so gern ge- pflanzt wird. Die Landwirte des Landkreises Koblenz halten die jeweilige Apfelernte für wichtiger als den Ertrag der Felder und äußern wohl:Wenn nur die Bohnäpfel geraten sind!

Der Bohnapfel ist noch für die höchsten und rauhesten Lagen brauchbar. Er liebt besonders einen schweren, genügend feuchten, aber nicht nassen Boden, versagt aber auch in leichtem Boden noch nicht, nur bleiben dort die Früchte zu klein. Der Bimssandstein am Niederrhein ist der Boden, der ihm besonders zusagt. Der hohe Kaligehalt dieses Bodens und seine Fähig-

Abbildung 2.

keit, sich wie ein Schwamm mit Wasser vollzusaugen und ihm dadurch eine fast unversiegbare Wasserquelle zu bieten, bewirken es, daß die Bäume sich wunderbar gestalten. An Fusikladium leidet der Bohnapfel wenig. Das Laub ist fest, auf der Unterseite wollig.

Die Blüte öffnet sich spät, ist unempfindlich gegen Witterungsunbilden und dauert lange.

Schlechte Eigenschaften.

In zu schwerem, tonigen Boden und auch in sehr leichtem, sandigen Boden leidet der Bohn- apfel unter Krebs. Die Früchte bleiben dann oft zu klein und sind zur Erntezeit zu unansehnlich, um leicht Käufer zu finden.