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Eigenschaften des Baumes.
Marie Luise ist zur Stammbildung ungeeignet, denn sie bedarf schon in der Baumschule des Pfahles. Man veredelt sie deshalb besser erst in der Kronenhöhe oder benutzt sie zum Um— propfen stark wachsender, hochstrebender Sorten. Ihr Wuchs ist ein sehr hängender, Trauer- weiden ähnlicher. Ohne mehrjährigen Rückschnitt der Leittriebe ist es nicht möglich, ein brauch-
bares Kronengerüst aufzubauen. Ihre Krone behält einen kleinen Durchmesser und muß nach einer Reihe von Jahren verjüngt werden.
Die Abbildung auf der Beilage ist nach einem in den Freiherrl. von Friesenschen Obstanlagen stehenden Baume aufgenommen. Die Krone ist sehr fein verästelt, das Holz spröde.
Marie Luise neigt zur Bildung von Fruchtruten, sie macht langes Fruchtholz und die Fruchtknospen sind lang gestreckt und spitz. Das Blatt, auf dem die Aderung deutlich hervor- tritt, ist klein, aber fest, die Blattstiele haben eine helle, weißlichgrüne Färbung. Die Blätter sind nur ganz wenig stumpf gesägt, beinahe ganzrandig, von länglicher Eiform, die in einer kurzen Spitze endigt.


