Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
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Wer schnell reiche Erträge haben will, der baue Williams Christbirne in geschlossenen Anlagen als Buschbaum.

Das Blatt ist schifförmig nach innen gebogen, ziemlich schmal, frei von Schorf, schon der einjährige Trieb ist oft mit Fruchtknospen besetzt, die Endknospe ist meist stark entwickelt. William hat kurzes Fruchtholz, macht am Spalier leicht kahle Stellen, da die Fruchtspieße, nach- dem sie die Früchte zur Entwickelung gebracht haben, leicht absterben. Die jungen Triebe haben eine auffallend gelbe Farbe, ein Erkennungszeichen der Sorte. Die Blüte erscheint ziemlich spät, ist widerstandsfähig und von langer Dauer.

Die beiliegende Photographie des Baumes stammt aus dem Garten des Herrn Rose in Neubrandenburg.

Eine schöne Spielart der Williams Christbirne ist diegestreifte William. Ihr Holz zeigt deutlich rote und gelbe Längsstreifen. Die Früchte sind ebenfalls mit teils schmalen, teils breiteren gelben und rötlichen Streifen überzogen, die sich wirkungsvoll von der grünen Schale abheben.

Schlechte Eigenschaften.

In bindigem, tonigem Boden ist Frostempfindlichkeit infolge Nichtausreifens der Triebe beobachtet worden.