Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
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Gute Graue trägt in der Jugend faul, erst nach 15 Jahren beginnt die eigentliche Tragbar- keit, die dann ziemlich regelmäßig alle zwei Jahre wiederkehrt. Bei der riesenhaften Aus- dehnung und dem hohen Alter, das die Bäume erhalten(oft 100 und mehr Jahre), ist die Ernte- menge ganz bedeutend.

Die Früchte hängen meist fest am Baume, wenn der Boden nicht zu sehr an Trocken- heit leidet.

In der Jugend wird über das Auftreten von Fusicladium geklagt, das sich scheinbar mit zunehmendem Alter verliert. Die Bäume sind sonst sehr gesund und widerstandsfähig.

Nur Hoch- und Halbstämme sollte man von dieser Sorte ziehen, für Formobst ist die Frucht nicht wertvoll genug.

Der in der Beilage wiedergegebene Baum steht an der Straße von Halle nach Merseburg, er gibt einen Eindruck von dem natürlichen Wuchs der Sorte ohne jegliche Pflege. Das Aus- lichten der Krone hat er nie erfahren.

Im Text ist ein junger Baum aus der Landesbaumschule in Gotha vorgeführt und ein alter Riese im belaubten Zustande, an dem man den Umfang eines ausgewachsenen Baumes erkennen kann. Den letzteren hat Herr Klein-Augustenberg in der Obstbauschule zu Karlsruhe photographiert.