als eine Neuzüchtung ersten Ranges. Auch in der Provinz Brandenburg ist er in den letzten Jahren viel angepflanzt worden und auch dort hat er die guten Eigenschaften, die ihm in Sachsen nach- gerühmt werden, gezeigt. Die Gefahr liegt vor, daß in Zukunft die Urteile verschieden ausfallen werden, weil drei Sämlinge unter demselben Namen verbreitet wurden. Nr. II soll hauptsäch- lich in den Handel gekommen sein, sie ist auch diejenige, welche in Geschmack und Farbe der Calvillsorte am meisten gleicht. Die Früchte sind gegen Druck empfindlich und erfordern peinliche Behandlung bei der Ernte und Verpackung. Das ist weniger der Fall bei I und III.
Sämtlichen Früchten ist eine angenehme Frische, verbunden mit köstlichem Aroma, eigen. In trockenen Jahren und auf trockenem Standort geerntet, werden die Aepfel allerdings oft mehlig. Die Haltbarkeit ist groß, bis zum März, April bleiben die Früchte genießbar, Nr. III am längsten. Die Früchte müssen spät geerntet werden und welken trotzdem, wenn der Aufbewahrungsraum nicht ein vorzüglicher ist. Entgegen der etwas geschmeichelten farbigen Abbildung der vom Hochstamm geernteten Früchte besitzen sie kein zu bestechendes Aussehen. Infolge ihres edlen Geschmackes werden sie sich aber zweifellos sehr bald den Markt erobern, und der Adersleber Calvill wird, wenn nicht alle Anzeichen trügen, bald zu den verbreitetsten unter den neueren Züchtungen zählen.


