und nach einem guten Erntejahr ruht seine Fruchtbarkeit fast immer mehrere Jahre. Er ist deshalb durchaus nicht zu den Sorten, welche schnell das Anlagekapital verzinsen, sondern zu denen zu zählen, die der Vater für seine Nachkommen pflanzt. Diese werden freilich durch die Schönheit des Baumes und seiner Früchte, sowie durch den hohen Wert der letzteren, reich entschädigt. Sobald dem Gravensteiner die ihm behagenden Lebensbedingungen erfüllt werden, trägt er viele große Schaufrüchte, dazu einen Teil solcher von Mitielgröße und nur wenig kleine.
Schlechte Eigenschaften.
Der späte Eintritt einer regelmäßigen Fruchtbarkeit und das ausgesprochene Verlangen nach dem ihm zusagenden Klima und nach einem guten, gleichmäßig feuchten Boden verbieten die Empfehlung der Gravensteiner für den allgemeinen Anbau. Er leidet unter einer Anzahl von Feinden, von denen das Fusicladium voransteht, welches mit Vorliebe seine Blätter befällt. Auch der Schmetterling der Obstmade sucht gern die Gravensteiner Früchte zur Eierablage auf. In rockenen Sommern und auf trockenem Standort läßt der Baum zu früh die Früchte fallen. Um befriedigende Ernten zu liefern, verlangt er gegen Wind geschützte Lage.


