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Anatemiæ D. leremiæ Vietoris. 83;
ſlochen/ mtt Negeln durchboret worden/ das er auch im Pſalm. noch wol vber Pſal. 22. v. ſeine rauliche vñ ſcheuſliche geſtalt klagen muͤſſen: Ich aber bin ein Wurm vñ 7.§.. 15. kein Menſch/ ein ſpott der Leuhte/ vnd veragchtung des Volcks. Alle die mich ſchen/ potten mein/ perren das Maul auff/ vnd ſchuͤtteln den Kopff/ rc. Ich 17.18.
bin auß geſchuͤttet wie Waſſer/ alle moine Gebeyne haben ſich zertrennet/
mein Hertz iſt in meinem Leilb wie zerſchmoltzen Wachs/ meine kreffte ſind vertrucknet wie eine Scherbe/ vnd metne zᷣunge klebt an meinem Gaummen/
vnd du legft mich in deß Todtes Staub/ rc. Sie haben meine Hende vnd Fuͤſſe
durch grabẽ. Ich möchte alle meine Gebeyne zehlen. Dies. Seule des H. Brod F. Seule des brechens iſt gehawen auß dem Adamant feſten grund Pauli. Das Brod das II. Broabr. wir brechen/ iſt dz nit die gemein ſchafftdeß Leibs Chriſtt/ rc. Darvon droben T. Cor. e auch von vnus erklerung geſchehen. Wer nun das H. Brodbr. nit leyden/ ſon⸗: dern daſſelbige ſo aus dem mittel hinweg reumen wil/ wie kan der mit de S.⸗
Apoſtel ſagen/ das Brot dz wer brechen/ re. Oder/ wie kan der ſagen/ wir vlels
ſeind ein Leib/ dieweil wir alle von einẽ Brod eſſen? Hierauff gibt vnſer hoch was D. I witz iger Herr Sup. vor/ erſtlich/ Chriſtus habe von noth wegen dz Brod bre⸗ Dley. chen maͤſſen/ diewell er vorſtehender gelegenhett nach/ einen gantzen Oſterku⸗ V. einwen⸗ chen hierzu gebraucht/ welchen er ja drechen vñ außtheylen muͤſſen. Antwort. de.
Wʒ iſt aber diß anders/ als Chreſtum ſelbſi/ vñ dꝛe G. Apoſteln zur Schule fů⸗ ren? hetten den die H. Apoſteln zum wenigſten/ vnd nach jnen die vralten Kir⸗ chen(wen ja der Herr Chriſtus der zett utt ghabt dreſes alſo zuverordnen)nit eben ſo wol kleine ſonderbare kuͤchlein hirzu erdencken vnd machen laſſen kuͤn nen/ damit ſie alſo des vtelen brechẽs Kubriget werden moͤchten? Da nun vn⸗ ſer D. einwendet Chriſtus habe das Brod gebrochen/ dieweil es ein gantzes Brod geweſen/ darauff ſage ich hinwiderumb/ Chriſtus habe hirzu ern gan⸗ wes Brod genomen/ damit ers brechen kuͤne. Darnach gibt vnſer Super. auch vor/ der Apoſtel verſtehe durch das brechen die außtheykunge/ dieweil dz bre⸗ chen one die außtheylunge iit koͤne vor die Semernſchafft des Leib Chriſtr gehalten werden. Antwort. Paul. ſagt aber gleichwol nit(wie er den eben ſo. wol thun kuͤñen) dz Brod das wir außtheylen/ rc. Ob aber wol das brechẽ nie 5 Seule& ſein kan one das außtheylẽ/ ſo wil doch hierauß nit bigen⸗ das derowegen Seule ae brechẽ vñ außtheylen eins ſeyen. Die 6. Seule des 5. Brodbrechens iſt von dẽ H. Brodbr. Exempel der Apoſtoliſchen Kirchen/ welche auch das Brod gebrochen/ vñ da⸗ 4 De æbro⸗ hero d3 Z. A. das Brodbr. geneñet hat/ wie wir droben auß dem 2. vnd 20. c. gamda miſſa Act. gehoͤret haben/ vnd auch im folgenden cap. noch hoͤren werden. Da aber?*
vnſer H. Superat. ohne zweyffel der alten glaubigen gemetne vnd ſparſame Das. Gaſtung verſtehen wi/ welche ſie die Chriſtliche liebe vnd einigkeit zu erhai⸗ 5 Comm. in ten pflegten anzuſtellen/ vnd jhre geſellſchafft darmit zu beſ⸗ ſchlieſſen. Act. c. 2.
Aber es iſt amn tage/ das vor ſolchem gemerten vnd ſparſamen eſſen alle⸗« Centur. 7 zeit das H. Abendmal mit dem Brodbrechen gehalten worden iſt/ wie neben 5 Luthero/ Brentio vnd anderen die Centurtatores ſelbſt auch bekennen. 299.
Die ſtebende vnd letzte Seule deß H. Brodbrechens iſt von dem zeugnuß7 Seule des vnd uͤbung der alten Kirchen nach der Apoſtein ʒeit/ wie droben im Regiſter H. Brodtbr. Patrum zuleſen. Vnd ſo viel von den ſieben Seyjen des 5. Srodbrechens im geſhe das H. Saerament. 1 65
Cap. 1b. 6g.


