Druckschrift 
Anatomiae D. Jeremiae Vietoris, Das ist: Seines nechst Außgesprengten/ unbestendigen Gegenberichts, wieder das bestendige und Schrifftmeßige Marpurgische Berichtbüchlein, von dem Brodbrechen im H. Abendmal : Gründliche und Außführliche Zerlegung und Wiederlegung: Darin so wol die Hochnotwendige H. Ceremonia deß Brodbrechens, ... befestiget ... wirdt, Dem Guthertzigen, Christlichen, unpartheyischen Leser, so die Warheit lieb hat / Durch eine vornehme und hohe Person in Hessen
Seite
32
Einzelbild herunterladen

Anatomiæ D. Ieremiæ Vietoris.

1. Cor. 1. richtet? Sagt er dann nicht billich von ſich/ ſie ſind Diener CHriſts/ ich bie v. 16. mehr. Iſt er nit ein zeuge CH:riſti? Oder hat er nit/ wie die andern Apo⸗ ſteln/ den H. Geiſt gehabt?

Wenn aber du gaſtiger Leſterer Pault wort/ ſo da ſeindt worte deß H. Geiſtes vom H. Abentmal/ vns gleichfals hinderlaſſen/ vnd auffgezetch net/ ſo ſchaͤndlich vnd erbaͤrmlich wilt aus machen/ vnd ausſchreyen/ in welchen ehren duͤrffteſtu den auch wol Chriſtt worte halten/ welche der Apoſtel Pau⸗ lus/ in eben dieſer Epiſtel auch vom H. Abendmahl am volgenden Cap.

1. Cor. II trewlich auff geſchrieben/ vnnd noch darzu offentlich bezeuget/ er habe es

v. 23. vom Herrn empfangen/ das er den Corinthiern gegeben: Oder meine ſiu at⸗ wan/ Paulus rede alhiero auß Chriſti Munde/ dort aber vor ſich ſelbſt: Nit alſo: Dan wie er von beyden orten/ vom Z. Abentmal redet/ ſo hat er auch eines ſo wol als das ander/ das er redet/ vom Herren empfangen. Iſt dem⸗ nach eine austruͤckliche Gotsleſterunge/ wen du die worte Pauli/ das Brot das wir brechen re. nit allern in verdacht vnnd 3weiffel ziehen/ ſondern auch mit Worten vnd Wercken ſo greulich auß machen woͤlteſt.

Damit wir aber zu erklerunge deren jtzt benanten Worten pauli kom⸗ men/ ſo iſt anfenglich zu wiſſen/ das der Apoſtel Paulus ſeine Corinthter an eben dem ſelbigen ort/ ernſtlich vermanet/ das ſie ſolten den Goͤtzen dienſt

Catzen fliehen in betrachtung/ das ſie nit zu gleich in der gemeinſchafft des Herrn/ vnd der Teuffel ſein kuͤnnen/ wie er dan ſelbſt ſpricht/ ihr kunt nicht zu gleich dienſt wirt Trincken des Herrn Kelch/ vnnd der Teuffel Kelch/ jhr kunt nicht zu gleich im H. abo- theylhafftig ſeyn des Herrn Tiſches/ vnnd der Teuffel Tiſches/ welches den ſte! mit Vbiquitiſten/ ein harter knode ſein wirdt auff zu beüſſen/ oder recht auff zu ernſt ver- lͤſen/ vnnd nicht/ wie ſie pflegen/ auff zu ſchneiten: Wen ſie duͤrffen ſo ver⸗ wegen vorgeben/ das auch die Gottloſen den wahren Lerb Criſti im G.

Jorten. Abendmal bekommen/ wie wir zuvor auch angezerget. Denn was hat die Gerechtigkeit for genies(11 εε᷑ρ) mit der Vngerechttgkeit? Was hat

das Liecht for gemeinſchafft/ mit der Finſternis? wie ſtimmet Chriſtus mit

Belial/(ri⸗ w Dans:) Oder was fuͤr ein theyl hat der Gleubige mit dem vnglaͤubigen? Was hat der Tempel Gottes fuͤr eine gleiche Uls aa den⸗

mit den Goͤtzen? Ihr ſeyt der Tempel des Lebendigen Gottes/ wie dann

Levit. 26. Gott ſpricht. Ich wil in jhnen wohnen/ vnd in ihnen wan deln/ vnnd ſie ſol⸗ len mein Volck ſein: Wie auch Paulus in ſeiner 2Corinthie

V.Ir. Den alcl ſeine Wl in ſeiner andern an die Corinthier

ſchreibet. Wan aber gleichwol die Corinthier guch den Goͤtzen epfern woͤl⸗

c. 6. v. 14. ten/ ſo ſpricht Paulus gantz vnverholen/ das ſie als dan in der gemein ſckafft

&c der Teuf el ſeyen/ da ſie doch viel mehr/ krafft des 2. Sactaments/ in der

* gemeinſchafft des Herrn ſein/ vnd bleiben ſolten, deſſen ſtein der verrick tun⸗

ge des H. Abendmals/ dieſe beyde heylige vnnd gantz vnnd gar vnleugbare

zeychen/ vnd gletch als gewiſſe Stgillen/ nemlich das gelrochene Prod/ vnd

den gegoſſenen Wein/ vberkommen. Den(ſpricht er) der geſegnete Kelch/

3 4—. 4 3 3 welchen wir ſegnen/ iſt der nicht die Ge mein chaſſt des Pluts Chriſti, Das

Prod das wir brechen/ iſt das nit die Cemeinſchafft des Leibs CSriſtt/ das Mt er geſegnete Belch/ oder Wein/ wie dan auch das geſegnete gebrochene Brot

Eh aerr raclchawpatt

vw wie

l .