ſeinem hinterlaſſenen teſtament erlernen. Dann als er, durch die vorſchung Gottes, durch vvelche alles vveiſslich regieret vvird, an ſich geſpüret, daſsdieſe zeitlichkeit er nunmehr mit der
evvigkeit, und mit den vvahrenbleibenden güternvervvechſcln ſolte, hat erſich vVvenig betrübet, vveil er gevvuſt, daſs vvir ſol-
ches nach dem geſetz der natur leiden, und die vvir erdenſind, vvieder zur erden vverden ‚auch die unſterbliche Seele und geiſt dem ſchõpſſer, der ſie gegeben, vvieder erſtatten müſten. Und zvar, ſohat erauch deſsvvegen den todt nicht geſchevvet, daſs er durch denſelben der mühe dieſeslebens abkommen mõchte: dann, vvanner nochmehrvor das Vatterland, und vor dic Chriſt- lche kirche häcte arbeiten ſollen, vvũrde er ſich deſſen zumahl nicht entzogen haben. Darumb er dann dieſes die hõchſte tu-
gend zuſein erachtet, zuforderſt, nach dem vvillen Gottes, alles
8 41 IIS gehen zu laſſen, als deſſen vvillallzcit heylig, gerecht und der be-
ſteiſt, und dan das Vatterland und das gemeine beſte nach mõg- lichkeit zu ſchürzen. Wic er dann nicht allein, bey ſeinen lebens- zeiten, die reine Augſpurgiſche Confeſsion hertzlich geliebet;
ondern auch ſolche, biſs an ſein letztes ende, verthãdiget, und
verſchung gerhan, daſs auch nach ſeinemtodt, einträchtiglichin
8 dem Fürſtlichen Heſſen· Darmbſtãdtiſchen Hauſſe, ſolche bey
ſeinen kindern und nachkommenen, treulich verthãdiget vvür-
de, mit der verheiſſung, daſsalles dann vvohl hergehen vvürde,
vvann ſie, fürs erſte, den frieden, abs vvordurch groſſekõnigreich b ervvüchſen, und den glauben unterſich erhielten, auch nicht den
eygen nutzen, ſondern das gemeine beſte, prufeten; maſſenkein
reich, es ſey auch ſo groſs als es vvoltè,b eſtehenkönte, durch un-
einig-
☛


