hand geſchenck auſsgetheilet habc eben daſſelbe hat unſerFürſt
auch gethan. Von dem tage an ſeiner erlittenen ſchvvachheit
ehrete er vicl ſeiner diener mit geſchencken etliche erhõhete er 4 zu grölſern vvürden: andern begegnete er mit unglaublicher
freundlichkeit, undlieſs alſo nicht ab, mit allerhand gütc undlie- be ſich hervor zu thun. Er betrachtete auch die letzte, in anno
1655 zu dem Herren Churfürſten zu Sachſen, mit ſeiner 1
hertzgeliebten Fravven Gemahlin und gantzer Fürſtlichen fa-
milien verrichtete reiſe, und vvie er daſelbſt ſo vvol vvegendes
Reichs nothdurfft, bey tõdlichem hintritt Keyſers Ferdinandi
des dritten, ſich mit demſelben unterredet; als auch ſonſt, umb noch den letzten ſeegen vonihm fürſich undſein gantzes hauſe und nachkommene zu haben, ſich bemühet, und dasnunmchr,
nach ſeligem abſchued ihro Churfürſtlichen Durchleuchti gkeit,
deme ſeine Churfürſtliche Fravv Gemahlinin zvvey iahrenge
folget, er auch nunmehr nichts anders, als dieſe zeitlichkeit zu
verlaſſen, ũbrig hätte. Und iſt auſſer zvveiffel, daſs das viertzig
neundte iahr ſeines alters, in vvelchem ſein Herr Vatter zuvor auch die vvelc geſegnet, ihn viel zu ſolcher reiſe veranlaſſet.U Drumb er, nach ſeiner vviederkunfft, vvenig gefeyret und ſtill geſcſlen. Annol65 durchgiengerdasganczcſcſſenlandbi an die Waldeckiſche gräntze, mit iagden: anno I6 S7. vvar er hoch bemũhet, mit vielen KReichsgeſchäfften vvegen herzu na- hender Xeyſerlichen vvahl. Anno I6 S8. als Leopoldus, Ertz- hertzog ZU Oeſterreich, zum Keyſer ervvehlet vvurde, lieſs er ſich zuFranckfurtnicht vveniger, als andere Fürſten desReichs, bey dem vvahltag finden, und beſprach ſich theils mit ihro — Durchl.
—


