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Oden und Lieder von Uz, Kleist, Hagedorn und andren Melodieen beym Clavier zu singen / von Johann Friedrich Reichardt
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ſ r* f 4 ſin⸗get die ſtei⸗gen⸗de Ler cbhe, nun klappern die rei⸗ſen⸗den Stoͤr ⸗che, nun ſchwatzet der gaukeln⸗de Staar.

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De Nachtigall reizende Lieder Wie munter ſind Schaͤfer und Heerde! Wie gleichet doch Zephyr der Floren! Nun heben ſich Binſen und Keime,.

Ertoͤnen und locken ſchon wieder Wie lieblich bebluͤmt ſich die Erde! Sie haben ſich weislich erkohren, Nun kleiden die Blaͤtter die Baͤume, Die froͤhlichſten Stunden ins Jahr. Wie lebhaft iſt itzo die Welt! Sie waͤhlen den Wechſel zur Pflicht. Nun ſchwindet des Winters Geſtalt;

Nun ſinget die ſteigende Lerche, Die Tauben verdoppeln die Kuͤſſe, Er flattert um Sproſſen und Garben; Nun rauſchen lebendige Quellen

Nun klappern die reiſenden Stoͤrche, Der Entrich beſuchet die Fluͤſſe, Sie liebet unzaͤhlige Farben; Und traͤnken mit ſpielenden Wellen

Nun ſchwatzet der gaukelnde Staar. Der luſtige Sperling ſein Feld. Und Eiferſucht trennet ſie nicht. Die Triften, den Anger, den Wald.

I.

Wie buhleriſch, wie ſo gelinde un ſtellt ſich die Dorfſchaft in Reihen, Nicht froͤhlicher, weidlicher, kuͤhner Erwaͤrmen die weſtlichen Winde Nun rufen euch eure Schallmeyen, Schwang vormals der braune Sabiner Das Ufer, den Huͤgel, die Gruft! Ihr ſtampfenden Taͤnzer! hervor. Mit maͤnnlicher Freyheit den Huth. Die jugendlich ſcherzende Liebe Ihr ſpringet auf gruͤnender Wieſe, O reizet die Staͤdte zum Neide, Empfindet die Reizung der Triebe, Der Bauerknecht hebet die Lieſe 1 Ihr Doͤrfer voll huͤpfender Freude! Empfindet die ſchmeichelnde Luft. In hurtiger Wendung empor. Was gleichet dem Landvolk an Muth? v. Hagedorn.