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Wes Chloe mein geheim Verlangen? Verrieth mein Auge mich vielleicht,
Das nach den Noſen ihrer Wangen Durch manchen Umweg luͤſtern ſchleicht? Ihr Blick begegnet meinem Blicke:
Ihr Auge ſiehr mich ſchalkhaft an,
Oft nur im Flug und ſchnell zuruͤcke; Doch daß ich es bemerken kann.
Ich aber ſteh und ſtampf und gluͤhe, Und flieh im Geiſte bin zu ihr, Und ſehe mit verlorner Muͤhe Mich unſtaͤt, aber immer hier:
Die blauen Augen frey auf mich, Aus welchen Amor mich beſtreitet, Der ſtets aus ihnen ſiegend wich.
Ich kann die Grazien darinnden Ein ſchmeichelnd Laͤcheln bilden ſehn: Ich kann vielleicht ihr Herz gewinnen; Und dieſe Hoffnung iſt zu ſchoͤu!
Oft blitzen von Gefahr begleitet Kein Schnee gleicht ihres Armes Weiße, Der vor dem Fenſter in der Luft, Mit einem ungewohnten Fleiße, So ſinnreich meiner Sehnſucht ruft! Nun ſchaut ſie ruͤckwaͤrts, doch geſtrecket, Bis ſich die volle Bruſt empoͤrt, Und halb entwiſcht, und, unverdecket, Auch eines Cato Ruhe ſtoͤrt.
Weil, bis mich Gluͤck und Freundſchaft retten, Die oft ein langer Schlaf befaͤllt;
Mich hier mit diamantnen Ketten
Das Schickſal angefeſſelt haͤlt.


