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28 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze
und von jeder drey Meilen, gelegen. Die Thor all⸗ da werden alſo genant, Nierspoort(vom Waſſer) Niewepoort, Maespdort, und Sandpoort. Die Veſtung oder das Hauß von Gennep, ſo ſie Gen⸗ nepperhuyß nennen, ligt abſonderlich, aber nicht weit davon an der Neers und Maaſe, ein uͦͤberaus veſtes Hauß, ſo die vereinigte Niderlaͤnder den 19. und 29. Julii/ Anno 1641. den Spaniſchen mit Ac⸗
cord entzogen haben: Davon weitlaͤufftig in dem vierdten Theil des Theatri Europæi fol: 598. ſeqq. zuleſen. Und bey dieſer Belaͤgerung iſt das nicht gar weit darvon an der Maaß gelegene Schloß Middelaer, ſtarck von den Hollaͤndern beveſtiget worden.
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Gladbach.
Or Zeiten Mukgau genannt, iſt ein Staͤtt⸗ IWlein, ſo man zum Guͤlchiſchen Land refe⸗
riert, darinn ein Kloſter gleiches Namens, welches Gero, Ertzbiſchoff zu Cölln, 5. Vito,
Goch/
Sgt auch am Fluß Neers, und im Hertzog⸗ Do thumb Cleve, nicht weit von der Statt Cle⸗ woe, und oberhalb des vorgedachten Staͤtt⸗ ſeins Gennep. Anno 1799. haben dieſen Ort die Spanier beſetzt; folgends ihn die Hollander Anno 1614. eingenommen: Und da er wie⸗ der in andere Hande kommen, ſo iſt das Staͤttlein
Griet/ Grit: Item/
2Uch ein Staͤttlein in beſagtem Hertzogthumb 4 Cleve, zwiſchen Embrick, oder Emmerich
und Reeß, am Rhein gelegen. Was Geor⸗ gius Braun, im andern Theil ſeines Staͤtt⸗ duchs, von dieſes Orts, auch des Staͤttleins Grit⸗ huſen beſſer hinnab am Rhein unterhalb Emme⸗ rich, und nahend Cleve, gelegen, Urſprung, aus des Weſalii Germaniæ partitione ſchreibet, das kan man bey ihme leſen; daſelbſt er auch auß der
(deſſen Gebein und andere Reliquien, allda auffbe⸗ halten, und verehret werden) zu Ehren erbauet, und demſelben den erſten Abt Sandradum,
fuͤrgeſetzet hat.
Gocha. von ihnen, oder den Staadiſchen, Anno 162 5. den 18. Januarii, fruͤh Morgens erſtiegen, und fol⸗ gends den 21. diß, das Caſtell, von ihnen durch Ac⸗ cord, quch erobert worden. Wie wir finden, b ſo iſt dieſer Ort noch Anno 1640 in ih⸗
V rem, der Hollander, Gewalt geweſen.
Grithuſen/ Griethauſen.
Cleviſchen Chronie, berichtet, daß gedachtes Grit⸗ huſen, oder Grithuiſen, von johanne 28. Graffen zu Cleve, erbauet worden ſeye. Ward Anno 1636. von den Hollandern eingenommen. Die Heſſi⸗ ſchen, ſo in Calcar, Anno 1640. lagen, behielten auch dieſes Griethauſen, wie ingleichem obgemel⸗ tes Staͤttlein Griet, und das Zollhauß hey der Schenckenſchantz, zu ihren Quartieren.
Guͤlch/ Juliacum.
oder Ruhr, gelegene Statt, iſt das Haupt
des Hertzogthumbs Guͤlch, ſo von julio Calare, als Erſtem Anrichter, den Namen ha⸗ ben ſolle: Wiewol andere dafuͤr halten, daß julia Agrippina, Kaͤiſers Claudii Gemahlin, ſie er⸗ bauet habe. Hat ein ſehr veſtes, weites und ſtar⸗ ckes Schloß, oder Caſtell, mit ſehr dicken Mau⸗ ren und gewaltigen Graͤben, daß ſolches zu be⸗ ſchieſſen faſt unmoͤglich ſcheinet, daran nicht min⸗ der, als dreyſſig Jahr, wie in dem Tomo I. Thea- tri Europæi pag. 661. ſtehet, gebauet worden iſt.
ein Steinwurff weit von dem Fluß Roer,
Sollauff Pfaͤhlen ruhen, und mit Minieren auch
da wenig auszurichten ſeyn. Ward gleichwol An⸗ no 1610, von Printz Moritzen von Uranien, im
Namender ſtreitigen Guͤlchiſchen Erben, und An⸗ no 1622. durch die Spanier, unter Graff Heinri⸗ chen vom Berg, erobert. Darauß zu ſehen, daß kein
V Ott zu feſt, der nicht endlich zu uͤberwaͤltigen waͤre. Und haben die beſagte Spanier, ſolchen noch in ih⸗ rer Gewalt. Als Anno 1642. die Confoderierte
Frantzoſen, Weymariſche und Heſſiſche, hierumb
lagen, ſo war in Guͤlch Don Gabriel de la Torre
Gubernator, mit deme die Unüirten Anfangs die
Neutralitaͤt nicht annehmen wolten: Daher nach⸗
mals, als der Heſſiſche General, Graff von Eber⸗
I ſtein, darumb ſchriebe, es dem beſagten Guberna⸗ torn, nach dem in dem Hertzogthumb Guͤlch zuge⸗ fuͤgtem Schaden, auch nicht mehr angenehm war, V welcher viel tauſend Pfaͤl zurichten, wie quch an der Statt,


