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Topographia Westphaliae : Das ist, Beschreibung der Vornembsten , vnd bekantisten Stätte, vnd Plätz, im Hochlöbl. Westphälischen Craiße / An tag gegeben, von Matthaeo Merian [Textverf. Martin Zeiller]
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im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß.

. Wie dann Anno 1643. im Mayen, eine Heſſi⸗ ſche Parthey die Statt uͤberrumpeln wollen, auch

Duisburg/

21 V Theils bereyt hinein kommen, aber wieder darauß mit Schaden getrieben worden.

Duysburg.

Duisburgum.

8☛ Jeſe Statt ligt an den Grentzen der bey⸗ ☛ den Hertzogthuͤmer Cleve und Berg, ‿ zwiſchen der Ruhr, und Anger, nahend ⁴‿ dem Rhein, und wird von Theils Teuto- burgum genannt, und dafuͤr gehalten, daß ſie von den Tuiſconibus, oder Teutonibus, den Nah⸗ men habe, deren Lager allda wider die Roͤmer ge⸗ weſen, auch die gewaltige Schlacht mit denſelben in deme daſelbſt herumb gelegenen Wald geſchehen ſeye, mit welcher Q. Varus geblieben, und die Teutſchen, unter dem Arminio, obgeſieget ha⸗ ben. Siehe aber oben Detmolden: Item, Ade- larium Erichium, in der Guͤlchiſchen Chronic, und Sethum Calviſium in Opere Chronologico, zum Jahr Chriſti ro. Es wird dieſe Statt der Zeit ins Hertzogthumb Cleve referiret, und von den Innhabern der Guͤlchiſchen Landen ſine onere exi- mirt; und hat Anno 1602. die Sach noch in Ca- mera beruhet; dieweiln ſie vor dieſem unter den Reichs⸗Staͤtten, und auff zwey zu Roß, und achtzehen zu Fuß, Monatlich angelegt geweſen; wie ſie dann noch in dem Regiſter der Weſtphaͤli⸗ ſchen Reichs⸗Staͤtte geſetzet wird. Der Rhein ſoll vor Zeiten biß an die Stattmauer gelauffen, auch die Meſſen, ſo jetzt zu Franckfurt, allhie gehalten worden ſeyn. Unter den Kaͤiſern Hen- rico I. ward da ein Synodus, und unter Ot-

Duͤſſeldorff/

ß iſt die Hauptſtatt des Hertzogthumbs 2 Bergen, und Reſidentz Herrn Pfaͤltzgraff Wilhelms, von Neuburg am Rhein, zwi⸗

ſchen Nuyß und Kaͤiſerswert, nahend Gerris⸗ heim und Raktingen, gelegen: So von der Duſ⸗ ſel den Namen hat, welcher ſchoͤne rauſchende Bach dadurch laufft, und nach Anfuͤllung der Burggraben in den Rhein faͤllet; wie Matthias Quade, in Teutſcher Nation Herrlichkeit, ſchrei⸗ bet. Die ſchoͤne und luſtige Fuͤrſtliche Burg ligt hart am Rhein. In der Collegiat⸗Kirchen all⸗ hie ligt Hertzog Wilhelm von Guͤlich, ꝛc. begraben, deſſen ſchoͤnes Epithaphium Fr. Sw«weertius in vario- rum in Europa Itinerum deliciis, p. 4 56. ſeq. ſetzet. Es hat auch allda ein Creutzbruder Kloſter, aus welchem Johann. Chriſtianus Hopſius getretten:

Und Anno 1643. den 25. Januariiz, zu Neuß, in V und im Caſtell geſchehen ſin die hundert Menſchen

tone J. ein Reichstag angeſtellet. Die fuͤrnehmb⸗ ſte Pfarrkirch allhier zum Salvator iſt wol zu ſehen. Es iſt auch eine andere Pfarrkirch allda zu unſer Frauen: Ikem, ein groſſes Minoriten Kloſter, und andere Manns⸗ und Frauen⸗Kloͤſter, von welchen, und einer Bruͤck bey der Stattpforten, die vergebene, und unnuͤtze Koſt genannt, G. Braun im Andern Theil ſeines Staͤttbuchs, ſo wol in dem Text, als Regiſter, und neben ihme von dieſer Statt guten Lager und Bequemlichkeit der Waſſer und des beſagten Walds, auch Caſp. Ens in deliciis apo⸗ demicis per German. p. 166. ſeqq. zu leſen.

Anno 1614. hat Don Luis de Velaſco, dieſes Duisburg eine Spaniſche Beſatzung einzunehmen gezwungen. Siehe Johann. Angel. 4 Werden⸗ hagen de KReb. Hanſeat. part. 5. cap. 2. p. 4. feq. daſelbſten er auch von dem Staͤttlein Doesburg,

oder Druſoburgo, ſo theils auch Duisburgum nen⸗-—

nen, in Geldern gelegen, handelt. Es ligen umb Duysburg, und an der Ruhr, fuͤrnehme Staͤtte, Abteyen und Ort,als Stirum, Broeck,(ſo Graff⸗ ſchafften) Ketwyck gegen Angermond uͤber, Wer⸗ den, Hattingen, Blanckenſtein, ꝛc. Seyn auch 2 nicht weit davon Angerort und Ordin⸗ gen. Und ligt gegen uͤber die Statt Moers. 85 4*†

Duſſeldorp.

der Haupt⸗oder des frey Adelich weltlichen Stiffts⸗ Kirchen, genannt, bey S. Quirin, revociert; als da⸗ maln die Heſſiſchen dieſes Nuyß innen hatten. J⸗ tem, ſo ſeyn allhie ein Jeſuiter Collegium, und ein Capuciner Cloſter. In der Limpurgiſchen Chro⸗ nic ſtehet von Duͤſſeldorff, am 53. Blat alſo: Anno 1394.gieng der Ablaß und Roͤmerfahrt an zu Duͤſ⸗ ſeldorff, das da ligt im Niderland, und iſt des Her⸗ tzogen von dem Berg. Und was das von Gnaden [Bonifacius IX. P. P. zu Rom. Und ward in der⸗ ſelbigen Zeit da geſtifftet ein Canonicat von neuem, und das was von dem groſſen Zulauff, der da war. Biß hieher die Chronic.

Den 31. Julii, Anno 1634. hat das Wetter in einen Pulver⸗Thurn allhie geſchlagen, dardurch groſſer Schade an Haͤuſern, der groſſen Kirchen

umb⸗

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