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Topographia Westphaliae : Das ist, Beschreibung der Vornembsten , vnd bekantisten Stätte, vnd Plätz, im Hochlöbl. Westphälischen Craiße / An tag gegeben, von Matthaeo Merian [Textverf. Martin Zeiller]
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14 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤte von Gifft, wie insgemein dafuͤr gehalten worden, hinweg genommen ſeyen: Und umb die uͤbrigen ſondern von uͤbernommenem Trunck, ſo bey Herrn vier, darunter die Aempter Schauenburg, und General Bannern(zu Hildesheim) gehalten wor⸗ Sachſenhagen, hochwohlgedachte Frau Wittib⸗ den, geſtorben; welches der Verfaſſer am 2 58. Blat als Erbin ihres Herrn Sohns, des letzten Graf⸗ widerholet: Und dann am 716. alſo ſchreibet: Un⸗ fens von Schauenburg, mit dem Stifft Minden, ter andern hat denen von Schaumburg, auch der als Lehen⸗Herrn ſtreitig iſt: Welehe Aempter auch Zoll zu Altenau bey Hamburg zugeſtanden, umb wol die fuͤrnehmſte Stuck dieſer Graß ſchafft ſeyn; welchen ſich ihre Koͤnigliche Wurden angenom⸗ als in welche die Reſidentz Buckenburg ſelbſten(ſo men, ꝛc. die Frau Wirtib damalen noch ume gehabt;) wie

Es hat ſich aber uͤber dieſem Zoll im Martio, ein auch die Statt Rintein, da die Univerſitat iſt: J⸗ unverhoffter Streit erhoben, und koͤnnen wir nicht tem, die Statte, Statthagen, Oldendorff, Obern⸗ ſehen, ob ſolcher ad inſtantiam alicujus partis i⸗ Kirchen, Sachſenhagen: Die Kloͤſter Moͤlllenbeck, ſtanden? Oder, ob Kaͤiſerliche Majeſtaͤt ſich pro- Visbecke, Obernkirchen: Die Hoͤfe und Vorwer⸗ Prio motu deſſen angenommen; Allezeit hat der cker, Coverden und Oelberg; Anſehnliche Schloͤſ⸗ Kaͤiſerliche Geſandte zu Hamburg ſich der Poſſeſ⸗ ſer, und das Stammhauß Schauenburg ſelbſten: ſion des Zolls angemaſſet, und iſt ein Kaͤiſerlicher Stattliche Holtzungen, Stein⸗ und Kohlberge. ſ. Currier, mit einem Mandat, von Regenſpurg, zu Vogteyen, eine groſſe Anzahl Doͤrffer, bey zweytau⸗ Gluͤckſtatt ankommen geweſen, datz Dannemarck ſend Bauern, Zoll auff der Wefer, und dergleichen: ſich dieſes Zolls enthalten ſolle, welches Mandat Anſehnliche Landereyen, Wieſenwachs, Muhlen, der Daͤniſche Gubernator daſelbſten, Herr Graff und was deren mehr ſeyn mag, gezogen werden. Pentz, ihrer Koͤmglichen Wuͤrden zugeordnet hatte. Und hat der jetzige Biſchoff zu Minden, bey Kaͤi⸗ Es wurde auch ſolches zu Hamburg publiciert, und ſerlicher Majeſtat, nach rechtlich apprehendirter an das Rathhauß, nicht weniger in der Graffſchafft Poſſeſſion/ der Schauenburgiſchen Lehenſtuͤcke und Binnenburg angeſchlagen, daſelbſten es aber der Guter, umb Decretum Manutenentiæ, auch noͤthi⸗ Koͤnig durch Notarios und Teſtes abreiſſen laſſen. ge Mandata angehalten, und ſolche auch den 11. Biß hieher der Autor, aus deſſen uͤbrigen Relation Octobris, Anno 1641. zu Regenſpurg auff dem daſelbſten zu verſpuͤren, daß er faſt in denen Gedan⸗

Reichstag, erlanget. Anno 1647. den 4. Janug⸗ cken geſtanden, als ob auch die andere Schaumbur⸗ ru, ward aus Holſtein alſo berichtet: Was aber die giſche Guͤter an Holſtein kommen: Inmaſſen man Graffſchafft Schaumburg betrifft, ſo hat der Koͤ⸗ dann auch von Franckfurt und andern Orten be⸗ nig(zu Dannemarck) mit ſelbigem Lande gar nichts richtet hat, daß auch die Graffſchafft Schaumburg zu ſchaffen, und ſind die meiſten Oerter dieſer Graf⸗ an der Weſer, jetzt Daͤnnemarckiſch ſey. Aber die ſchafft faſt lauter Lehenguͤter, welche die Hertzoge Biſchoͤfflich⸗Mindiſche, Anno 1644. zu Bremen von Sachſen⸗Lauenburg, die von Braunſchweig, gedruckte Ablehn⸗ und Hintertreibung deren von das Stifft Minden, Landgraff von Heſſen, und an⸗ der Gräflich⸗Schauenburgiſchen Frau Wittibe dere, wieder zu ſich nehmen: Was erblich iſt, be⸗ ausgelaſſenen Poſſeſſorii& Petitorii Manifeſto- halt die Frau Mutter, und wann die verſtorben,

rum, gibt ein anders, und das zu erkennen, daß von koͤmmt es an die Graffen von der Lippe, den zehen Aemptern der Graffſchafft Schaum⸗ aus welchem Hauſe ſie ge⸗ burg, allbereit ſechs von Braunſchweig, und Heſſen, V bohren, ꝛc.

Buillon.

E Nsgemein Bullion, ſechszehen Meilen von melte auff einem hohen Berge gelegenes, und der 129 Luttich, an dem Fluß Semoy, nicht ſonders Zeit mit wunderſamer Kunſt erbauetes, auch mit

weit von Han, und Herbemont, gelegen. Mauren, Bollwercken und dergleichen, wol verſe⸗ Zwiſchen Sedan und Buillon, iſt viel Holtzes, henes Schloß, ſampt denen darzu gehorigen Or⸗ welche beyde Ort bey vier Meilen ohngefehr von ten, verkaufft; bey welchem Biſchthumb es auch einander ligen. Und ſo viel rechnet man auch von biß dahin verblieben; wiewol die Graffen von der Buillon nach Tvois. Es hat bey dieſer Statt,oder Marck, und Herren zu Sedan an der Maß, ſo von Staͤttlein ein gewaltig veſtes Caſtell, welches bey vielen Edain, oder Eldan, unrecht genant, und ge⸗ Regierung Koͤnig Frantzen des Erſten in Franck⸗ ſchrieben wird/ daſſelbe wieder an ſich zu bringen/ ſich reich, Kobertus, Fuͤrſt zu Sedan mit Accord einbe⸗ offt unterſtandenauch den Titul eines Hertzogen kommen, deswegen der Caſtellan, ein Baſtart vom von Buillon gefuhret; den auch die naͤchſten des Hauß Gaurion/ hernach zu Luͤttich, daßer es ſchaͤnd⸗ Juͤrſtenthumbs Sedan, und Jamets, Innhabere, lich auffgeben, gekoͤpfft worden iſt. Hertzog Gott⸗ behalten haben: Ob ſchon die von der Marck, ſo von frid von Buillon, hat dieſe Gegend herumb, vor des beſagten Heutzog Gottfrieds von Buillon, und Zeiten mit ſeinen Bruͤdern beſeſſen. Als er aber mit Koͤnig Balduins zu Jeruſalem Brudern, dem Eu⸗ denſelben im Jahr 1096. ins gelobte Land ziehen ſtatio, oder Euſtachio, ihr Geſchlecht hergefuͤhret, wollen/ ſo hat er dem Biſchoff von Luͤttich, das ge⸗ zu Sedan, mit Hertzog Frantzen, von Bulllon ge⸗ nant⸗