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Topographia Westphaliae : Das ist, Beschreibung der Vornembsten , vnd bekantisten Stätte, vnd Plätz, im Hochlöbl. Westphälischen Craiße / An tag gegeben, von Matthaeo Merian [Textverf. Martin Zeiller]
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12 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze

gentricke/ legten ſich wider Biſchoff Wilhelm/ gebohrnen Hertzogen von Berg. Aigt an der

Neete, nahend Vorden/ Nien/ und Dringen⸗ borg.

Breyſich/ Briſich.

F Reherus part. 2. Orig. Palat. pag. 33. nennet dieſes Gülchiſche Staͤttlein/ beym Rhein/ nicht weit von Sintzig gelegen/ Vicum Briſacenſem, und

ſagt: Daß Guͤlich dieſen Ort von der Pfaltz zu Le⸗ V

hen trage; und daſelbſt viel altes Roͤmiſches Ge⸗

maͤuer/ und dergleichen/ außgegraben werde: De⸗ ren einen groſſen Theil Graf Hermann von Man⸗ derſcheid/ in ſein Schloß Blanckenheim/ habe brin⸗ gen laſſen. Anno 1737. hat dieſer Ort viel außge⸗ ſtanden von den Guͤlchiſchen.

Broeck/ Bruch.

8 3On dieſem Ort ſchreibet Emanuel A Meteranus, im 19. Buch ſeiner Niderlaͤn⸗

Ddiſchen Hiſtorien/ daß Anno 1§98. Don Franciſco de Mendoza, Admirant von Arragon/ der Spaniſche Feldobriſte in den Niederlanden/ ſehr uͤbel in dem Hertzogthum Cleve und Weſtphalen/ gehauſet/ das Hauß Bruch/ und andere mehr Ort/ einbekommen/ und Herꝛn Wirichen von Dhaun/ Grafen zu Falckenſtein/ Herꝛn zu Oberſtein und

Bruch/ einen Reichs⸗Grafen/ und Evangeliſchen

lenta habebat, ab Hiſpanorum populationibus muniret 60. milirum præſidium, quos à Duce Clivenſi, in cujus clientela erat, acceperat, Caſtel- lo ſuo Brocenſi impoſuit, quorum ope injuriam defendebat. Mendoza cognito ſuis pabulatum egreſſis vulnera impoſita, ereptos equos, injuriæ Auctores à Comite ad ſuppliciũ depoſcit,& de- ditionem imperat. Comes factum purgat,& ar- cem Clivenſi Duci acceptam ferre ſe reſpondit, alteri ſine flagitio ſe dedere non poſſe teſtatus.

Herꝛn/ ermorden/ und die Cleviſche Soldaten wel⸗ Kepulſæ injurià Hiſpanus incenfus, tribus machi-

che dieſem/ als unter dem Hertzogen von Guͤlich/ mit Lehen geſeſſenem Herꝛn/ gedienet/ wider gegebene Zuſage/ habe erſchlagen laſſen.

Juiius Cæſar Bulingerus, ein Frantzos ſchreibet lib. 10. Hiſtor. ſui temporis, fol. 313 hievon alſo Viricus Dunius, Comes Falcoſteinius& Brocen- ſis, Clivenſis Ducis beneficiarius, vir animi in

gens, ut prædia ſua, quæ in eo tractu multa& opu

nis arcem verberat, ruinam facit, Comite ad de- ditionem accedente, præſidiarii contra fas gen- cium jugulantur; Comes omnia tuta ratus alterà die ad piſcinam, clavà in caput impactà, concidit, ubi cadaver ejus biduum jacuit, ac tandem in horreum unco tractum, ſubito igne, arſit. * *

Buͤckeburg/ Buckenburg/ oder Boͤckenborg.

dieſen Ort Philippus Cluve- rius lib. 9. antiq. Germ. c 19 und Chy

træus Arcem Bructerorum lib, 23. p. 642. nennet. Iigt ein Meil von der Biſchofflichen Weſtphaͤliſchen Statt Minden/ in der Graffſchafft Schaumburg/ zwo Meilen von Statthagen/ dar⸗ zwiſchen etwas Holtziſt/ deſſen Tacitus gedencket/

zugeſtellt/ mit dem Gedinge/ daß ſie ihm daſſelbiae nicht wieder einraͤumen ſolten/ er haͤtte ſich dann zu⸗ vorn mit dem Evangeliſchen Bund/ aller ſeiner Mißhandlungwegen genugſam vertragen wie in der Braunſchweigiſchen Chronick/ 1 ſtehet. Es wird aber ſolcher Ort/ in der Biſchofflich⸗Mindi⸗ ſchen Ableinung/ fuͤr ein Mindiſch Lehen gehalten/

darinn die Heydniſche Teutſchen/ dem Herculi vor und angeſprochen. Und ſtehet p. 38. davon unter

Zeiten geopffert haben/ und etliche Teutſche Voͤl⸗ cker da zuſammen kommen ſeyn/ als ſie deß Germa nici Lager uͤber der Weſer angreiffen wolten/ wie gedachter Clu ecius meldet. Es gibt auch zwiſchen beſagten beyden Orten viel Steinkohlen/ die an ſtatt

anderm alſo: Daß aber das Caſtrum Arnheim (welches ſchon fuͤr hundert und mehr Jahren/

nicht mehr in rerum natura geweſen) ſein Terri-

torium, Land und Leut gehabt/ davon die Helffte das Stifft(Minden) behalten/ die andere Helffte

der andern/ zum brennen/ anß der Erden gegraben aber/ worinn jetziger Zeit das Ampt Buͤckeburg be⸗

werden. 3 ſtehet/ Graff Gerharden/ und Johann zu Schauen⸗ Im Braunſchweigiſchen Krieg hat Landgraff burg/ in feudum verliehen/ ſolches erſcheinet auß Philips auß Heſſen/ Anno 1§545. Graf Johann der Beylage Num. 2. und ſind deſſen vorige Beſitzer

von Schauenburg/ oder Schowenburg/ ſeinen Le⸗

Graffen von Arnheim genannt worden/ davon ei⸗

hauna weil er Hertzog Henrichen von Braun⸗ ner zu Petteſen/(in errat. Patteſen) nechſt bey hwaig Hülfe Zethan/ geſtrafft/ und ihn ſeines Buͤckeburg/ in der Kirchen abgemahlet ſtehet/ ꝛc. Gloſſes Buckenburg entſetzet/ und daſſelbige ſei. Und ligt der Ort nahe bey Buͤckeburg/ und Pette⸗

ꝛen Bruͤdern/ mn nen Bruͤdern/ und andern von der Ritterſchafft/ ſen/ da ſolch Caſtrum gelegen/ und wird noch die

heu⸗