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Topographia Westphaliae : Das ist, Beschreibung der Vornembsten , vnd bekantisten Stätte, vnd Plätz, im Hochlöbl. Westphälischen Craiße / An tag gegeben, von Matthaeo Merian [Textverf. Martin Zeiller]
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im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 1

han. Angel. Weroenhagen de reb. Hanſeat. part. 4 chen die Heſſiſche. Folgends die Schwediſch⸗Koͤ⸗ cap. 7. p. 38. Anno 1625. nahmen dieſen Ort die nigsmarckiſche. Und den 6. Octobr. Anno 1639. Brandenburgiſchen/ aber bald hernach die Ligiſti⸗ Herꝛ Alexander/ Freyherꝛ von Vehlen/ mit Accord. ſchen wieder ein. Anno 37. im Junio/ bekamen ſol⸗ Und hat folgends ſollen Neutral ſeyn.

Bienburg.

thumb Bergen/ darbey nahend das Kloſter dieſes Namens/ ſo ſonſten auch das ſteiner⸗ ne Hauß geheiſſen wird/ Anno 1298. von Graff Adolphen von Bergen/ erbauet. Und iſt ſolches das erſte Kloſter deß heiligen Creutzes Orden/ oder der

E⁵ Caſtell/ oder Schloß/ im Hertzog⸗

Crucigerorum, in Teutſchland geweſen. In der freyen Herꝛſchafft Wickrode/ iſt auch ein ſolcher Conventus Cruciferorum, ſampt einer Pfarꝛkir⸗ chen; wiewol die uͤbrigenzwo Kirchen dieſer Herꝛſchafft/ der Reformirten Religion zugethan ſeyn.

Bilſen/ Beliſa, in Hasbania.

St ein Staͤttlein im Stifft Luttich/

zwo Meilen von Maſtricht/ und 4. vonuͤt⸗

Ltich gelegen; welches im Jahr 1636. biß auff

vier Haͤuſer abgebronnen/ wie Caſpar Ens/ in ſei⸗ nem Poſtreuter/ p. 5. damaln auffgezeichnet hat. Es ligt nahend bey ſolchem Staͤtttlein/ und Die⸗ penbeeck/ an dem Fluß Demer/ das Adelich Frauen⸗

Kloſter Muͤnſterbilſen/ darinn ein gantzes Ein⸗ horn/ ſo ſiebendhalb Schuh lang/ auffgehalten werden ſolle; wie Bertius berichtet.

Auff einen Steinwurff von dieſem Staͤttlein/ und faſt zwo Meilen von Maſtricht/ iſt ein fuͤrneh⸗ mes Dorff an der Demer/ unter das Stifft Lüttich gehoͤrig/ darinn eine anſehnliche Abtey/ ins gemein

Muͤnſterbilſen genant/ in welcher adeliche Jung⸗

frauen leben/ die ſich aber/ wann ſie wollen/ verhen⸗ rathen moͤgen/ und deren Aebtiſſin ein weites Ge⸗ biet/ und jaͤhrlich groſſes Einkommen hat. Iſt ein groſſes/ ſchoͤnes und praͤchtiges Kloſter/ mit ei⸗

nem herꝛlichen Tempel/ und andern Gebaͤuen/ ge⸗

zieret. Sie weiſen allda ein gantzes Einhorn/ ſo mehr/ als 6. Schuh/ lang iſt. Vid. Ludov. Guic- ciard. in Beſchreibung deß Stiffts Luͤttich/ der letz⸗ ten/ und durch Regnerum Vitellium Anno 1613. Lateiniſch herauß gegebenen Edition/ fol.08. S. A- mor der Confeſſor, ruhet allhie: Die Stiffterin aber dieſes Kloſters/ die heilige Jung⸗ frau Landrada, ligt zu Gent.

Bivern.

da/ allda Hermannus V. geborner Graff von Weda/ und geweſener/ aber der Reli⸗ gion halber/ Anno 1§46. den 16. April/ abgeſetzter Ertz⸗Biſchoff zu Coͤlln(ſo im folgenden 47. Jahr/

Ir der Graffſchafft Wied/ oder We⸗

den 25. Hornung/ freywillig abgetretten/ und fol⸗

gends Anno /2. den 15. Auguſti/ in dieſer Grafſ⸗ ſchafft geſtorben) begraben worden iſt. Von ihme ſetzet gidius Gelenius, inſeinem Anno 1645. von

der Statt Coͤlln außgegangenem Buch/ lib. 1. p. yr. dieſe reſpectivè übel gemachte Verß: Nobilis,& dives, paciſq́; Hermannus amator, Deceptusperiit fraude, Luthere, tuã:

Der ſonſten/ von der Herꝛen Graffen von Wied Wappen auch folgends/ lib. 2. p. 200. ſagt: Inter cæteros Germaniæ Proceres, Comites de Wie- da in aureo rubeis tæniis obliquè lemniſcato ſcu- to oſtentant pavonem.

Brakel.

St in der Reichs⸗Matricul/ als eine Reichs⸗Statt/ Monatlich auff zwey zu Roß/ und 6. zu Fuß/ belegt/ Wird aber von dem Biſchoff zu Pa⸗ derborn eximirt. Mag vielleicht ein Pfandſchilling ſeyn vom Reich. Hat noch ihre Frey⸗ heiten/ und wird unter die Reichs⸗Staͤtt deß Weſt⸗ phaͤliſchen Craͤiſes geſetzt. Micralius, in Beſchrei⸗

bung deß Pommerlands/ ſagt lib. 3. p. 347. Daß Brackel/ umbs Jahr 1260. denen von Aſchenburg⸗ (oder eigentlich Aſſeburg) gehoͤrethabe. Welches auch die Braunſchweigiſche Chronic/ am 215. Blat/ audentet. Und am 263. Blat/ ſagt ſie Daß Anno 1411. im Stifft Paderborn groſſe Unruhe geweſen. Dann das Thumb⸗Capitel/ undetliche Staͤtte/ Paderborn/ Warberg/ Brackel/ und Bor⸗

gen⸗