Druckschrift 
Topographia Westphaliae : Das ist, Beschreibung der Vornembsten , vnd bekantisten Stätte, vnd Plätz, im Hochlöbl. Westphälischen Craiße / An tag gegeben, von Matthaeo Merian [Textverf. Martin Zeiller]
Einzelbild herunterladen

3

e

2 ☛α8 E 3 2 5 4 2

4 düng de 1 6

dezena rkurgn Egan a tſchwaffg 1 5 kalen Vnun 6 nſepn: Jhaiu de dder Rhen lota a dürge. Undhoöggan g de Biſcsffecuin a und Muda mam a e ſeither des ndedtte ah s des Löwadnect a. en Rden,rgetgitt un Friderici I ſich enn 1 Weßpphalen ſcrdeun an Weſtpſalendeſte. G hen eil an Weſtrhae de ſbe

ds Bergen, de Guft ifft

npurg ſo bod Caſ S davenſpurg gachnt g Ratberg, drictu. at, Digfodd öa un er Naton Hangt i ſeyen de Gufcſ 8 durg⸗Mac, nde 2

den, Odebu d ¹!. nburgArſo,A d. Anahuſen, lungtale 19) d(hrnusden Cif. de HorfterGmu 14 naemund Stmnaht de Vückewehn 2 dendi Stotn I

: Janbh f- r i/u deDee

im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 5

nie, am 8. Blat, mit folgenden Worten: Ob nun miranda Sacra& Civili magnitudine Coloniæ,

jemand gerne wiſſen wolte: Warumb Alt⸗Saſſen⸗

lib. 1. p. 73. feq. daß des Kaͤiſers Priderici I. Guͤl⸗

Land zu dieſer Zeit genennet wird Weſtphalen, der dene Bull, uͤber die Hertzogthuͤmer Weſtphalen und ſoll glaublich wiſſen, daß daſſelbige Land von erſten Engern dem Ertzbiſchoff Philippo zu Coͤlln Anno

geheiſſen hat Saſſen⸗Land, darnach Alt⸗Saſſen, 1180. gegeben worden.

oder Weſt⸗Saſſen, darumb, daß das Land nach Aufgang der Sonnen, genannt wird Oſt⸗Saſ⸗ ſen. Nun fuͤhrete der Hertzog von Alt⸗Saſſen in ſeinem Schilde/ ein Weiß Pferd,oder einen weiſſen Pfolen, darumb ſprach man: Der Hertzog von Weiſſen pfolen, oder Weſtpholen. Hiervon findet man im Spiegel der Hiſtorien, im 24. Buch, am 177. Capit. Auch in der Hiſtorien genannt Curlus Mund. Und in dem Faſciculo, da geſchrieben ſte⸗ het/ Weſtphalia, id eſt, antiqua Saxconia, Biß hie⸗ her der beſagte Auhtor.

Und damit ſtimmet auch Johannes Angelius à Werdenhagen, de Rebusp. Hanſ. part. 3. c. 1, p. 2 05. und part. 4. c. 7. uͤberein, an welchem letzten Ort er ſonderlich viel von Weſtphalen ſchreibet. Alſo mel⸗ det auch Petrus Albinus, in ſeiner Meißniſchen Chronie, part. 1. pag. 5. daß die Sachſen durch die Weſer, in Oſtphalen, und Weſtphalen, ſeyen getheilet worden. Und dieſer Meynung ſeynd auch andere, die da wollen: Daß Weſtpha⸗

Unter dem Weſtphaͤli⸗ ſchen Adel, ſeynd die von Buren ſehr alt wie Caſpar Scioppius in Stemmate Burano meldet. Von de⸗ nen Furſten zu Arnberg ſchreibet beſagter Gelenius lib. 2. p. 196. alſo: Sunt Arbergici Principes hære- ditarii Officiati, ac ſcutati Pocillatores, vel Pincer- Electoratus Colonienſis, armorumq;& ſtem- matis vetuſtas omnem hominum antecedit recor-

dationem. Von den Graffen von der Lippe aber p. 164. ſeq. mit folgenden Worten: Lippienſes à quibusdam ad Manliorum, ab aliis ad Utſinorum Stirpem, ad Romanam vero Originem à plerisq; refer. Ego Altenanam Familiam ex armorum cognatione Puto propagatam eodem cum Lip- pienſibus ſanguine, ex Advocatis Tuitienſibus, ſeu UÜbienſibus Comitibus ortam. Itaq; dum ve- terum Fabulæ derivantur ex hiſtoriis rudi ſeculo ignoratione veri corruptis, puto ad Romanos co- lonos,& Ubio-Romanam nobilitatem revocan-

len das rechte alte Sachſenland ſeye, in wel⸗

chem fuͤrnehmlich wieder die Sachſen Kaͤiſer Carl der Groſſe, Krieg gefuͤhret habe, und folgends die Sachſen, wegen des Lagers ihres Landes, ſonder⸗ lich unter drey Hauptnamen verſtanden worden, in deme man theils ſo gegen Morgen, umb den Hartz⸗ wald, und an der Elbe, gewohnet, Oſt⸗Sachſen, Oſtvalos, Oſtphalos. Oſterlingos, die uͤbrigen, Veſtvalos, NX eſtphalos, Weſt⸗Sachſen, und Angarios, oder Angrivarios, die Engerer, genannt habe. Johan. Micrælius, im andern Buch vom Pommerland ſagt am 176. Blat, als die Sachſen Anno 779. von gemeldtem Kaͤiſer Carl dem Groſ⸗ ſen, bey Oßnabruck, geſchlagen worden, und ſich zu der Chriſtlichen Religion nicht verſtehen wol⸗ ten, haͤtten ſie ſich zu den Wenden, die damaln an der Havel, oder Elbe, und daherumb, in ziem⸗ licher Ruhe geſeſſen, begeben, und ſeyen forthin Oſtphalen genennet worden; Und haͤtten ſich etliche gar an das Balthiſche Meer geſetzt, mit ge⸗ ſampter Hand ihren Aberglauben, mit den Wen⸗ den, wider die hereinbrechenden Francken, zuverthey⸗ digen. Iſt alſo ohne Noth, daß man den Namen Weſtphalen, das iſt, von dem Wort veſta, und dem Wort Wallen, das iſt, wandern, herfuͤhre, wie etwan Theils ihnen eingebildet haben.

Es iſt Weſtphalen ein ziemlich rauhes Land, da kein Wein waͤchſt, auch das Bier an vielen Orten nicht zum beſten iſtzwiewol auch eine herrliche Wey⸗ de fuͤr das Vieh allda zu finden, und die Weſtpha⸗ liſche Schuͤncken weit und breit bekannt ſeyn. Es

ſchreibet gidius Gelenius in ſeinem Buch de ad-

dos Ubienſes, ſive Altenanos,& Lippiacos Comi- tes(quos alii ad 2. fratres Urſinos referunt) Ur- ſos,& Urſinos, apellant frequentiſſime trans Rhenani, qui parta tuentur,& ca omninò non, vel ægrè ſibi eripi patiuntur, exemplo Urſi,&c. Eſt ad Viſurgim nobilis domus Salderorum, co- gnata Lippienſibus noſtris,& Roſenbergiis in Bohemia Proceribus, Roſam ſcutariam geſtans. Siehe aber hievon: Item, von der Innwohner Sitten, dem Adel und dem heimlichen Gericht all⸗ da, ſo vor Zeiten gar beruͤhmt, und grauſam, gewe⸗

ſen, den gedachten Werdenhagen, an angezogenem Ort: Itempart. 1. c. 5. wie auch das ltinerarium Germaniæ, oder Teutſche Reiſebuch, cap. 5.& 28. und deſſelhen Continuation, d. cap. 5. p. 32. Und die Autores, ſo daſelbſt angezogen worden: allda auch des Weſtphaͤliſchen Brods,am 469. Blat,in Beſchreibung Oßnabruck, gedacht wird. Item, Hermannum Stangeſolium in den Jahr⸗ Buͤchern des Weſtphaͤliſchen Craͤiſes, Teſchenmecherum in der Cleviſchen Chronic, ꝛc. Was fuͤr Klage die Staͤnde des Niederlaͤndiſch⸗Weſtphaͤliſchen Craͤi⸗ ſes, bey deme Anno 1641. zu Regenſpurg gehalte⸗ nen Reichstage, wider die Brabandiſche Regie⸗ rung zu Bruſſel, eingewendet, daſſelbe iſt in deſſen Abſchied§ Nachdeme auch die Staͤnde des Nider⸗ laͤndiſch⸗Weſtphaͤliſchen Craͤiſes, ꝛc. zu leſen. Auff dieſen hieoben geſetzten Eingang, folgen nun die fuͤrnehmſte, und bekanteſte Staͤtte dieſes hochloͤblichen Craͤiſes; deren gleich wohl etliche, wei⸗ len ſie in frembden Haͤnden, und auch aus andern Urſachen, verſparet

worden.

A iij Aach/