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Topographia Westphaliae : Das ist, Beschreibung der Vornembsten , vnd bekantisten Stätte, vnd Plätz, im Hochlöbl. Westphälischen Craiße / An tag gegeben, von Matthaeo Merian [Textverf. Martin Zeiller]
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teſten Staͤtte und Plaͤtze/ in dem ho

Weſtphaͤliſchen Craͤiſe.

SS werden zu dem hochloͤblichen E Weſtphaͤliſchen Reichs Craͤiſe ge⸗ rechnet, die Herren Biſchoͤffe von 8 Paderborn, Luͤttich, Munſter, * Oßnabruͤck, Minden, Verden, Utrecht, und Camerach: Die Inn⸗ haber der Hertzogthuͤmer Guͤlich, Cleve, und Ber⸗ gen: Die Aebbte zu Werden, Stablon, S. Corne⸗ lüi Munſter, Echternach, Corbey, und Hervorden: Die Aebtiſſin von Eſſen: Die Graffen und Her⸗ ren von Oſt⸗Frießland/oder Embden, Salm, Dil⸗ lenberg, Virnenberg, Manderſcheid, Widt und Runckel, Moͤrß, Brunkorſt, Steinfurt, Bentheim Tecklenburg; Oldenburg, Hoia, Diepholt, Schau⸗ enburg, Arenberg, Lippa, Spiegelberg, Sommer⸗ auff, Winnenberg, Rietberg, ꝛc. Die Staͤtte, Coͤlln, Aach, Unterweſel, Dortmund, Soͤſt, Duyßburg, Hervord, Brackel, Warberg, Lemgow, Werden, Deuren und Camerach.

Was nun die Herren Biſchoͤffe zu Pader⸗ born/ Luͤttich, Muͤnſter, Oßnabruͤck, Minden und Verden anbelanget; So wird von ihnen unten, in Beſchreibung ſolcher Stiffter Hauptſtaͤtte; Von Utrecht aber, und Camerach, ſo jetzt in frembden Haͤnden, im Anhang: Von den Guͤlchiſchen Lan⸗ den, bey der Statt Guͤlich: Von Werden, Hervor⸗ den und Eſſen, in ſelbiger Staͤtte Beſchreibung: Von Stablon, Echternach, und Corbey im An⸗ hange: Von S. Cornelii Muͤnſter,bey Aach. Und von Oſt⸗Frießland, bey Embden, geſagt werden. Von Sanyn iſt in dem Theil unſers vorhabenden Wercks, ſo vom Unter⸗Rheiniſchen Craͤiſe han⸗

delt; Item, in dem Theil von den Heſſen, bey Wit⸗

genſtein etwas gemeldet worden. Der Herr Chur⸗ Fuͤrſt zu Trier, hat dieſer Graffen von Sayn, und Witgenſtein, Herrſchafft Vallendar, vor dieſem angefochten, Die Graffſchafft Dillenberg iſt in dem Theil von Heſſen einkommen. Von Virnen⸗

berg, oder Virnenburg,(darvon ſich auch Theils Graffen von Solms: Item die Graffen zu Loͤwen⸗ ſtein, ſchreiben) berichtet D. Philippus Knipſchild, im rechtlichen Bedencken uͤber den Praͤcedentz⸗ Streit, zwiſchen der freyen Reichs⸗Ritterſchafft in Schwaben, und den Reichs⸗Staͤtten, quæſt. 4. p. 197. ſed. Daß ſolche Graffſchafft Virneberg, wie auch obgedachte Abtey Echternach, und die Herr⸗ ſchafft Summerauff(ſo umb das Jahr 1602. ein Herr von Hochſtraten inngehabt haben ſolle) von Burgund/ oder Spanien, eximiret werden. Es hat gleichwol Frau Magdalena, Graͤffin von Man⸗ derſcheid, umbs beſagte 1602. Jahr, etwas weni⸗ ges am Anſchlag der Graffſchafft Virnenberg er⸗ legt. Und iſt vor dieſem einkommen, ob haͤtte der Herr Ertzbiſchoff von Trier, die mehrerntheils Guͤ⸗ ter der Graffſchafft Virnenberg, in der Neuen Pa⸗ lentz ſamt dem Hauß Monreal(an der Eltz, nahend der Statt Meyen gelegen) eingezogen; davon wir aber keine Gewißheit haben; noch, wie es damit der Zeit bewandt, berichten koͤnnen. Belangende Man⸗ derſcheid, ſo iſt davon unten der Anhang zu ſehen. Von den Graffen von Widt, Herrn zu Runckel, und Reichenſtein, haben wir anders keine Nach⸗ richt, als daß ſie umbs Jahr 1602. Monatlich ein⸗ fachen Roͤmerzug 9. Guͤlden erlegt haben. Von Moͤrß, ſiehe unten den Anhang. Der von Brunck⸗ horſt, Freyherr zu Battenberg, Anhold und Stein, hat zwar Reichslehen, und iſt, wie geſagt, im Weſt⸗ phaͤliſchen Craͤiß⸗Regiſter; benebens aber auch im Burgundiſchen Vertrag, begriffen; daher es mit ſeiner Contribution angeſtanden iſt. Was aber den Herrn Graffen von Gronsfeld anbelanget, der ſich Graffen von Brunckhorſt, zu Gronsfeld, und Eberſtein, Freyherr zu Battenberg, ſchreibet, und Anno 1641. auff dem Reichstag zu Regenſpurg Seſſion gehabt; So hat ſolchen neuen Stand/ der Graff von der Lipp, als Obriſter des Weſtphaͤli⸗

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