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150 Beſchreibung der vornembſten Orth⸗
genant, bey dem Dorff Michelsberg, und darunder, zwiſchen jetztgenantem Dorff, und Allendorff, ein ſchoͤner groſſer Teich, faſt rings umb mit Wald umbgeben. Da⸗ hero man daſelbſt ein ſtattliche Luſt bey⸗ des mit Fiſchen, und hohen Jagden, ha⸗ ben kan. Underhalb Ziegenhain, ohnge⸗ fehr eine halbe Meyl Wegs, liget die Statt Treyſſa, von der oben geſagt wor⸗
den iſt. Zierenberg.
D eſ Lands⸗Fuͤrſtliche in Nieder⸗Heſ⸗ ſen an der Warne, in einem tieffen Thal, gelegene Statt, ſo ein Ampt, hat anfaͤnglich Anno 129 1. Land⸗Graff Hein⸗ rich, das Kind zu Heſſen genant, gebauet: Und iſt die Kirch daſelbſt in Anno 1436. reſtaurirt, und erneuert worden. Ihr alter Nahmiſt Tyrenberg, etwan von dem ſehr hohen Berge, der Thyrenberg jetzt Doͤrnberg geheiſſen, alſo genant; allda die Thyringer vor lang abgelauffener Zeit, ais nemblich ihr Koͤnigreich noch geſtan⸗ den, auff dieſem Berg ein Lager, und Ca⸗ ſtel gehabt, deſſen auffgeworffene Schan⸗ tzen auch noch heut zu Tage eygendlich koͤnnen gezeiget werden; ſchreibet Dilich im erſten Theil der Heßiſchen Chronic am 170. Blat.
Das Staͤttlein ligt faſt mitten zwiſchen dem Doͤrnberg, und dem Behrenberg, auff einem Huͤgel, und gehet eine ſteinerne Bruͤcke dabey uͤber den Warme Fluß. Es
iſt dieſes Staͤttlein auff die Weſtphaͤliſche
Manier ſchlecht gebauet; hat aber einen ſchoͤnen Kirchthurn, und Kirche, und iſt der Thurn mit zweyen Umbgaͤngen, dem Caſſeliſchen faſt ehnlich, erbauet. In dem Kriegsweſen iſt ſolches Staͤttlein; wie⸗ wol mehrer theils von eignem Feuer, aus Verwarloſung, verbronnen; worzu dann die Strohdaͤcher daſelbſt wohl geholffen
haben.
liegen underhalb, unfern von Zierenberg laͤngſt der Warme, nach einanber, die au⸗ dern darumb her. Und beſagtes Staͤttlein Zierenberg ſihet man auff den hohen Ber⸗
gen, noch unterſchiedliche Schloͤſſer, als/
Schartenberg/ davon auch dieſes Ampt nicht das Zierenbergiſche, ſondern Schaͤrtenbergiſche genant wud, auch vor dieſem zu ſolchem Schloß gehoͤret hat. Foͤrters, ligt naͤchſt gegen dem Staͤttlein
Zierenberg uͤber, an der Warme, der
Schreckenberg; Item, der Guden⸗ berg, der Woͤlffen, und die Malſpurg, derſelben Edellenthe Stammhaͤuſer; un⸗ derhalb deren Gebiete das Staͤttlein Liebe⸗ nau liget.
Zwingenberg.
Lgt in der Obern⸗Graſſſchafft Catzen. elenbogen, und hat den Namen vom Zwingen, weil man da ein gantzes Heer auffhalten, umbgeben, und wegen deß ho⸗ hen Berge, der Lachen, Holtz, und Land⸗ graben, ꝛc. zwingen kan, wie Sauer in dem Staͤtt⸗Buch ſaget; der auch am 288. Blat ſchrelbet, daß es einen Landgraben allda mit flieſſenden Waſſern/ ein Meyl wegs biß in den Rhein, bey Gernßheiln, habe. Der Stickleberg, oder Maœlibocus⸗ iſt oben eben und gleich umbher mit Waͤl⸗ den und allerley Baͤumen, Eychen, Bu⸗ chen, Dannen, Linden, Caſtancen, Obſt, und andern ſchoͤnen Baͤumen gezieret, den Zwingenburger, Auerbacher, Alsbacher/ und Beußheimer zuſtehend, verwahret mit 2. Schloͤſſern, Auerberg, und Bickenhach darzwiſchen der Melibocus, und Zwin⸗ genburg, die Statt und Schloß unten daran ligend, ein Mahlſtein deß gantzen Heſſen, zwiſchen Pfaltz, Maͤyntzer Bi⸗ ſthumb, Francken und dem Odenwaldt: In der Mitte zwiſchen Franckfurt, und Heydelberg, vom Maͤyn, Rhein, und Necker, verwahret: Zehen andere Berge
Das Ampt gräntzet, und hat viel Ge⸗ rings umbher dieſen Meœlibocum auff h⸗ menge mit den Edelleuthen, ſonderlich de⸗ ren Achſeln tragende/ darauff er ruhet/ und nen von Malsburg, Kalenberg, Woͤlf viel harter geſunder Brunngnellen auß⸗ fen und andern: iſt doch von ziemlichem ſchuͤttet: Viel nutzliche Kraͤuter zu der
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Einkommen, und hat ohngefehr zwiſchen Artzney herfuͤr bringet; und den edleſten vierzehen oder zwantzig Doͤrſſer. Ermel⸗ Wein an der Bergſtraß gibet: von welchem ter von der Malſpurg vornehmſte Burg⸗Berg man in zehen Herrn Landen/ und auff ſitz, namblich Lahr/ und Hohenbon/ gar diel Staͤtte herumb ſehen kan.
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