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Topographia Hassiae, Et Regionum Vicinarum, Das ist: Beschreibung vnnd eygentliche Abbildung der vornehmsten Stätte vnd Plätze in Hessen, vnnd denen benachbarten Landschafften, als Buchen, Wetteraw, Westerwaldt, Löhngaw, Nassaw, Solms, Hanaw, Witgenstein, vnd andern / M. Z. [Ill.: Matthäus Merian]
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in Heſſen und den benachbarten Landen.

ſo An. 1453. geſtorben, herkommen ſeynd: Darauff es an Landgraff Ludwigen, Fuͤr⸗ ſten in Heſſen, kommen.

Im Jahr 1396. auf einen Morgen fruͤ⸗ he/ als die Waͤchter von den Mauren wa⸗ ren gangen, iſt dieſer Platz erſttegen und

149 ne ſehr groſſe Anzahl ſtattlicher Metalliner Stucken, gantzer, und halber Carthauuen, Feldſchlangen, und andere Geſchütz, und daruͤber ein ſchoöͤner Boden, ſo groß das gantze Hauß iſt, mit allerhand Waffen, und Buͤchſen, wol erfuͤlt zu ſehen. Wie

gewonnen, und alles dargenommen was dann dieſe Veſtung, im naͤchſten Krieg,

man geneids fand/ gar gepluͤndert und ver⸗

nie eingenommen wordeniſt. Das Schloß

brant; wie die Limpurgiſche Chronick am in der Veſtung iſt theils ziemlich alt, doch

56 Blat meldet.

Als im Jahr 1547. die von ſchoͤnen ſehr hohen, liechten Gemäͤ⸗

Veſtungen, Caſſel, Gieſſen, und Ruͤſ⸗ſchern, und Saͤlen. Und hat Herr Land⸗ ſelsheim, durch Graff Reinharden von Graff Moritz daſſelbe nicht allem ſehr er⸗ Solms geſchleifft worden, ſo bliebe, laut neuert; ſondern auch noch darzu einen gantz der Koͤyſerlichen Capitulation, dieſe Ve⸗neuen Bau mit vielen Gemaͤchern, dar⸗

ſtung ſtehen; wiewol ſie der Graff auch an geſetzt.

So ſeyn zterliche Gallerien,

gern gehabt hette/ deme aber Heintz vonſoder Gaͤnge, von einem Bebaͤu zum an⸗ Luͤdder, ſo darinnen lag, zu wieder geweſt dern, an dieſem Orth zu ſehen: iſt auch ein iſt. Dann als in wehrender Verhafftung fein bequemer Marſtall im Schloß, darinn Land⸗Graff Philipſen Kaͤyſer Carl deres zween Hoͤfe hat, worunder der euſſerſte,

Fünffte dem Graffen von Solms befahl,

und groͤſſere, mit allerhand zum Vorwerck

die Veſtung in Heſſen zu ſchleiffen, und er gehoͤrigen Gebaͤuen, umbgeben iſt. Die mit 50. Pferden vor Ziegenhain kam/ Statt iſt an ſich ſelbſt; wie auch die Kirche,

und die Ubergab begehrte, gabe Heintz die⸗

ſehr klein; doch mangelt dariſien kein Hand⸗

ſe Antwort: Sein Herr der Land⸗Graff werck, ſo da etwan in einer ſolchen Veſtun were jetzo gefangen, daher er auß Zwang noͤthig were, auch iſt dieſer Ort zur Hoff⸗ ſolches hetke muͤſſen underſchreiben: Der haltung gar dequem, inmaſſen die gantze

Käyſer ſolte ihn ledig laſſen, was er ihm alsdann befehle, das wolte er thun: Er ge

Graffſchafft mu Frucht, Weeſen Wachs, Gehoͤltz, Wild bahn, inſonde heit an men⸗

ſtuͤnde jhm nichts an der Veſtung/ ſie were ge ſchoͤner groſſer Teiche, und Fiſchwaſ⸗

jetzo ſein: Er ſolte ſich von dannen machen, in die nechſte Statt Treyſa wo er das nicht bald thaͤte, wolte er thme den Weg mit den

ſer, als ſchter kein Orth in gantz Heſſen, (darunder ſonderlich der Leimbsfelder, und Landsberger,) verſeheniſt. Aber, wegen

groſſen Carthaunen weiſen. Darauff er deß Moraſtes, und enge deß Orths, iſt der

abgezogen.

Die Veſtung an ihr ſelbſt/ iſt, von et⸗ nem ziemblich hohen erdnen, und ſtarcken Wal, mit 4. Bollwercken, auff die alte

Lufft erwas ungeſund; hat auch keine ſon⸗ derliche Gaͤrten allda.

Das Ampt hat viel, und wol auff etliche

Manier, gemacht; hat nur ein Thor, und und 20. feine Doͤrffer, und Hoͤfe, welche rings umbher zween braite Waſſergraͤben; aber in dem ley digen Kriegsweſen, ſonder⸗ darzwiſchen, wie auch zwiſchen den Boll⸗lich des Jahrs 1640. ſehr verbrennek, und

wercken, etliche Ravelin gebauet ſeyn; und verwuͤſtet worden ſeyn.

Hierinn ligt das

iſt durch denletzt verſtorbenen Lands⸗Fur⸗ abſonderliche Gericht, und der groſſe Flecke

ſten, Herrn Land⸗Graff Wilhelmen den

Frullendorff/ und gleich daran, das Clo⸗

Fuͤnfften, die Vorſtatt Weichhauß, oderſſter Spieß Cappell, dabey unfern im Weihauß), genant, auch mit einem Wall Walde noch ein altes zerſtoͤrtes Gebaͤu, verſehen/ und in Defenfion gebracht wor⸗oder Gemäͤuer zu ſeben, bey welchem vor den. Es iſt die Veſtung ſonſt mit allem Zeiten die Landgraſſen zu Heſſen, beyder wol verſehen, und hat ſehr ſtattliche, und Fuͤrſtenthume, die Landtaͤge, ſonderlich in underſchiedene ſteinerne Proviant Haͤuſer; Kriegszeiten, gehalten. Und wird dieſer wie auch in der Statt eine ſchone Roß⸗und Orth der Spieß genant, der da bevor vor

Handmuͤhlen.

Das Zeughauß iſt auch die mitte deß Landes iſt gehalten worden.

zimlicher groͤſſe, und mehrentheils von In dieſem Ampt ligt auch, auff einem gebackenen Steinen gebauet; darinnen ei⸗Berge, das alte Schloß, die Landsburg

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