in Heſſen vnd den be
deß Cammergerichts zu Speyer/ nach dem alten 3. nach dem erhoͤchten Anſchlag aber
5. flor. Rauſchenberg.
nachbarten Landen. 113 Vigilia beate Elyzabeth. Qui anno ejus- dem M. CC. LX X. incœpit conſtruere Ca- ſtrum Richenberg. Iſt nach Aſtatiſcher Form, ohne Dach, oben zu gewoͤlbt, vnnd mit zweyen hohen gleichfoͤrmigen Thuͤr⸗
LIgt in der Graffſchafft Ziegenhain, nicht ſonders wett von Ktrchhain, vor ei⸗ nem Waͤldlein, vnnd Berge, auff welchem ein luſtig Schloß zu ſehen. Vnd iſt ſte eine der aͤlteſten Staͤtt in dieſer Graffſchafft, deren Anno 1266. Graff Gottfried zu Zie⸗ genhain ein ſtattlichen Freyheits⸗ Brteff gegeben, vnnd vnter andern Privilegien
ſpecialiter(Wie die wort lauten) duxit adjungendum, quod omni 1
g cives habent, noſtros cives in Ruſchenberg nos volumus vi- gere& gaudere. Acta ſunt hæc apud ſacum in R uſchenberg Anno Domini M. CC. LXVI.VIII. K. P. Junii. Dieſe Statt iſt von Brant der ſeert worden, 266.1 507. 1515. 1529. Es gibt da herumb ſchöne Fuͤrſtl. Jagten, daher auch auff beſagtem Berg ein Heßiſch Jagthauß iſt. Man hat von hinnen ins Dorff Gilſenberg 2. Meyl; von dannen man durch den Lowen⸗ ſteiniſchen Grundt, darinn der Fleck Geß⸗ burg gelegen, reyſet; daſelbſten der vorneh⸗ me Poet und Juriſt, Bernhardus Prætorius gebohren worden iſt.
In dem 5. Theil deß Theatri Europæi ſtehet, daß deß Jahr 1646. Wolckersdorf, vnnd Rauſchenberg, an die Nieder⸗Heßi⸗ ſchen, auff diſcretton vbergangen; vnd da⸗ von das Schloß Rauſchenberg, der alten Heßiſchen Fuͤrſten luſtiges Jagdhauſe, von Ihnen zerſtoͤret worden ſeyn ſolle. Welches aber, ſonders zweiffels, ein an⸗ ders Rauſchenberg ſeyn wird.
Reichenberg.
burg
Eſ
28A rſtl
J
get. Anno Domini M. CCC. X Wilhelmus Comes in Kazeneln
zwiſchen Gemuͤnd, vnd Schoͤnſtet, vnd
li jure, quod montis in Amene-
St ein ſchoͤnes wolſituirtes Hauß auff einem Berg, welches vmb das Jahr Chriſti 1270. Wilhelmus III. Graff zu Catzenelenbogen erbawet hat: Davon eine
alte Tafel im Schloß Rheinfelß alſo zeu⸗ XXI. obiit
bogen in
nen gezieret: Vnnd muß man wol drey⸗ mahl vmb den Berg geheu, gleich wie vmb einen Schnecken, ehe man hinauff kom⸗ mnet: Ligt auff einem Felſen, vnnd iſt altent⸗ halben vnden vndoben mit vielen gewoͤlb⸗ ten Gaͤngen verſehen. Wie ſichs aber an⸗ ſehen laͤſſet, ſo iſt der Baw allein halb vol⸗ lendet, denn auch der Graff daruͤber ver⸗ ſtorben iſt. An. 1639. kurtz vorm Antritt deß 1640. Jahrs als der Koͤnig Ludovi-
A
cus XIII. vnder dem Hertzogen von Lon-
gueville, ſeine Armée, vnnd die von Hertzog Bernharden zu Sachſen, dabevor com⸗ mandirte Regimenter, die Weymariſche Voͤlſcker genant, bey Ober⸗Weſel vber Rhein gehen, vnd dieſelbe forters ſo lang tin Ober Fuͤrſtenthumb Heſſen einquartie⸗ ren lieſſe, biß mit denſelben deß Fuͤrſtlichen Hauſes Braunſchweig vnd die Nieder⸗ Heßiſche Armaden ſich conjungirten wur⸗ de ſtarck nach beſchehenen Vbergang deß Rheins ſich dieſes Hauſes Reichenberg be⸗ maͤchtiget/ daſſelbe ziemblich ſtarck beſetzet/ vnnd darauß die vmbligende, zur Ve pfle⸗ gung der Heſſen Darmbſtatttſchen Beſas tzung auff Rheinfelß gehoͤrtge Orth hart betrangt: Als aber Herrn Landgraff Geor⸗ gens zu Heſſen damaliger Commendant zu Rheinfelß ſich beſorgte, es moͤchte jhm groſſe Vngnad beySeiner Fuͤrſtlich. Gnad. Herrn Landgraff Georgen verurſachen, daß dieſer Platz ſo ſchlecht vbergangen war, iſt von jhme vnnd andern, deß Orths eine geſchwinde Reſolution ergriffen, vnd be⸗ ſagtes Hauß Reichenberg in einer Nacht, durch einen guten Offieirer von Guten⸗ felß, mit etlichen Knechten wider erobert worden, darüber dann der von den Wey⸗ mariſchen Voͤlckern darin gelegte Come mendant, ein Major, ſo dann ein Lieu⸗ tenant nebens verſchiedenen Soldaten todt
blieben.. Reiffenberg.
Stein feſtes Berghauß, ohngefehr eine Meyl wegs hinder Cronberg vnnd Koͤ⸗ nigſtein in der Wetteraw gelegen; gehoͤret den Frey⸗Herren ſolches Geſchlechts zu.
P Vnden


