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Topographia Franconiae, Das ist, Beschreibung, Vnd Eygentliche Contrafactur der Vornembsten Stätte, Vnd Plätze des Franckenlandes, vnd Deren, die Zu Dem Hochlöblichen Fränkischen Craiße gezogen werden / [Martin Zeiller.] An tag gegeben vnd Verlegt Durch Matth: Merian In Franckfurt
Entstehung
Seite
209
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raber vondnAoßd Schloßberg und an achſt undaucrun u wird herfäüten a wegen von tzeis h endaan Genän ewachſn ſinme er Wald und Frr Wanifüe Tin Bi ſoderlitca gi laus, in ſeiner Crun pit. und 6. Vlat ſihe Namen von ihrer De ſagen wolte Dasſnn deil dann dieſelbe Nan Feind geweſen oh Wirtzbueg erſtüchun ſchte ſeyn genannt we 3 nur eine Muan en/ eswerde die Sh icht von deß Schoſt doch deſſelben von velcher Wuicus, K geheiſſen bekomm vorzeiten nicht u ch viel Schöſſerm ichen genanntwan an bey den Atan fter/ Wirceborgm. Burggeſchrbenl ceutſches Worl. I ePoct, Conracdlb èe polin von Leee chemmmdochſnd en Teuruernde e en put. Der genke thut. ze Num HLateinſche Ne yrbeils deßwvegenn, Knhledengnd tanne Naal htan

deß Franckenlands/ ꝛc. 1I1

chen verdacht werde: wleivol er bey etlichen nuꝛeine Verwirꝛung machet/ welche vermey⸗ nen Wirceburgum, und Herbipolis, ſeyen zweyerley: als wie wir finden/ daß Cham⸗ perius, ſonſten ein gelehrter Mann/ lib. 2. de Mirabilibus Mundi, zwey Biſthumer in Teutſchland/ nemblich Wirceburgenſem, und Herbipogenenſem, dem Ertz⸗Bi⸗ ſchoff von Maͤyntz unterworffen/ geſetzt hat. Wie dañ auch einer leichtlich auß den Ramẽ Straßburg/ und Argenria, daß es zwo Staͤdte waͤren/ verfuͤhret werden koͤnte. Dañ ſolche nicht einerley Bedeutung haben. Und ſo viel von dem Nahmendder/ wañ man ſich deſſen/ wie deß obigen/ mißbrauchen wolte/ auch Herbopolis, Herbæpolis, Wit- copolis, Wiricopolis, gebẽ werden koͤnte. Wz nu den Erbauer anbelangt/ ſo hat man hie⸗ von nichts gewiſſes/als daß man darfuͤr haͤlt/ das Schloß ſeye laͤngſt vor der Stadt ge⸗ ſtanden/ dieweil in dem Leben S. Burchardi ſolches Alt⸗Wirceburg/ die Stadt aber Neu⸗ Wirceburg genannt wird. Andreas Gold⸗ mayer in Hiſtoriſcher/ Aſtronomiſcher und Aſtrologiſcher Beſchreivung der Stadt Waͤrtzburg ſaget/ cap. 1. p. 1. alſo: Wuͤrtz⸗ burg erbauet in demn Jahr der Welt 3782. im 3. Jahr vor Chriſti Geburt/ im 42. Jahr der Regierung Kaͤyſers Auguſti, im 26. Jahr der Regierung Franci, deß 17. Fraͤn⸗ ckiſchen Koͤnigs/ den 27. Hornung/ umb Ir⸗ Uhr 33. Minuten vor Mittag/ unter der Ho⸗ he deß Poli 49. Grad/ 45. Minuten. Und dieſes ſagt Goldmayer. Trithemius, und

Irenicus, vermeynen/ es ſeye die Stadt von

dem erſten Hertzogen im Mayngoͤw/ dem Gencbaldo, im Jahr Chriſti z26. erbauet worden. Beda, ſo lange Zeit erſt hernach ge⸗ lebt/ nennets pagum, unter welchem Worter aber/ ſonders zweiffels/ ein Goͤw/ Gebiet/ oder Graffſchafft/ verſtehen wird/ wie bey den alten Scribenten nicht ungewohnt iſt: die auch das Neu heiſſen ſo neulich verbeſ⸗ ſert/ vermehret/ und ergroͤſſert worden. Wie dann dieſe Stadt/ nachdeme das Biſtumb allhie angerichtet/ und folgender Zeit/ erſt al⸗ ſo zugenommen hat. Obgedachter Gold⸗ mayer ſetzet die erſte Hertzogen allhie in dieſer Ordnung 1. Genebaldus, geſtorben Anno Chriſti 376. 2. Dagobertus. 3. Clodius. 4. Marcomirus. 5. Pharamundus, hernach zum Koͤnig in Franckreich erwehlt. 6. Mar⸗ comirus II. deß beſagten Pharamundi Bru⸗ der. 7. Priamus. 8. Genebaldus II. 9. Sü⸗ ne/ welcher Sundheim am Mayn erſtlich erbauet haben ſolle. 10. Ludovicus, Koͤnigs

Clodi in Franckreich Sohn/ als Vormund deß folgenden 11. Hertzogs in Oſt⸗Francten/ des Luitmeyers deß obgedachten Hertzogs Suͤne Sohn. 12. Hugwaldder erſte Chriſt⸗ liche Hertzog in Francken. 13. Helenus, oder Helmreich. 14. Gottfried. 15. Genebaldus 11I. 16. Luitmeyer/ ſo Anno s 38. ohne Kinder geſtorben. 17. Aripertus, deß vo⸗ rigen Bruders/ Hertzog Ludwigen/ Sohn. 18. Ludwig III. deß vorigen/ ſo ohne Leibs⸗Erben geſtorben/ Bruders⸗Sohn/ ſo mehr Heydniſch/ als Chriſtlich/ geweſen. 19. Gosbertus I. 20. Gosbertus II. Anno 721. geſtorben;(welchen theils erſt zum er⸗ ſten Chriſtlichen Hertzog machen) 21. Ocho, oder Hethanus, ſo An. 740. ohne Mannliche Leibs⸗Erben geſtorben/ und alſd der letzte Hertzog dieſes Stammes geweſen/ hinter⸗ laſſende ein einige Terhker Rmadn genannt. 22 Pipinus, ſo nach abſterben beſagten He- thani, auff Caroli Martelli, Groß⸗Hofmei⸗ ſtern in Frauckreich/ ſeines Vatern Befoͤr⸗ derung/ durch Koͤnig Theodoricum mit dem Hertzogthumb Oſt⸗Francken belehnet woͤrden/ ſo der Fraͤulein Immen die Burg Wuͤrtzburg gelaſſen/ er aber gemeinlich zu Franckfurt ain Maͤyn Hof gehalten. 23. Bur⸗ ckardus, Biſchoff allhie/ deme beſagter Pi⸗ Pinus nunnehr Koͤnig in Franckreich/ auch das Hertzogthumb Francken An. 752. Uber⸗ geben; wiewol auch andere Fuͤrſten/ Grafen, Marggrafen/ zu Rotenburg/ Kochberg/ jetzund Camberg/ Bamberg/ Schweinfurt Wormbs/ Limpurg/ ꝛc. geweſen/ und fuͤr ſich blieben ſeyn. Und dieſes ſchreibt abermals Goldmayer. Wir kommen nun wieder auf die Stadt Wuͤrtzburg/ welche in der Ebhne ligt/ mit fruchtbaren Hugeln/ ſchoͤnen Gaͤr⸗ ten/ luſtigen Auen/ und ſtattl ichem Wein⸗ wachs umbgeben iſt. Man haͤlt insgemein dreyerley Veinwachs am Rhein/ und dem Maͤyn luͤber welchen allhie ein ſteinerne Bruck gehet fuͤr die beſte/ nembl ich Bacha⸗ rach am Rhein/ Klingenberg am Maͤyn/ und Wuͤrtzburg am Stein: welches ein ſonder⸗ barer Ort iſt/ allda der beſte Wein umb Wuͤktzburg wachſen thut: wiewol es in den Buͤcheln nahend Wormbs/ Itẽ um Maͤyutz andernOrten am Rheinſtrom/ und an der Tauber/ im Franckenland/ auch herrliche Wein gibt. Es ſeynd viel Bruͤnne in dieſer Stadt/ welche vor dem fetzigen Teutſchen Krieg gar Volckreich geweſen; dieweilauch der Lufft allda gar gut ſeyn ſolle:und die Hof⸗ haltung/ ſo wol auch die hohe Schul/ den In⸗ wohnern ihre Nahrung vermehren thut. P ⸗2 Son⸗