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Topographia Franconiae, Das ist, Beschreibung, Vnd Eygentliche Contrafactur der Vornembsten Stätte, Vnd Plätze des Franckenlandes, vnd Deren, die Zu Dem Hochlöblichen Fränkischen Craiße gezogen werden / [Martin Zeiller.] An tag gegeben vnd Verlegt Durch Matth: Merian In Franckfurt
Entstehung
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207
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arzu. Dieſs Kiſ .( d 162. vol 4 Otadde

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deß Franckenlands/ ꝛc.

und Stiffterin/ Abconterfeyung geſehen/ ꝛc. werden/ ꝛc. Unddieſes auß dem gedachten Bruſchio. Siehe aber auch von obgedachtem Verkauff Limnæum de Jure publico lib 5. Cap. 7. numn. 121. Anno 1632. ward Won⸗ ſidelſanpt Hochberg/ von den Bayriſchen/ im Sonnner/ außgepluͤndert; hernach im

Herbſt⸗Monat, ſampt Ruͤbnitz/ von dem

Frielaͤndiſch«und Gallaſſiſchen Volck/ in

branntgeſteckt. Anno 16 40. hat der Oberſte Roſen viel Proviant⸗Fuhren/ und darbey zweytauſend Crabaten/ bey Wonſidel ange⸗ torffen/ ſie in die Enge getrieben/ und gar viel davon niedergemacht.

Was obgedachtem Fichtelberg anbe⸗ langt/ und welches uͤberauß hohes Gebuͤrg von den Fichtenbaͤumen/ ſo hin und wieder darauf wachſen/ den Namen; So haben den⸗ ſeben Munſterus, in ſeiner Weltbeſchrei⸗ bung lib. 5. cap. 46 3. Matthæus Quade in

Teutſcher Nation Herrlichkeit/ cap. 6. pag.

ſchen Staͤdtlein.

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Stuͤck/ Hoͤrner/ Seyten/ und gleichſam Glieder/ die ſich in mancherley Land außthei⸗ len/ daß man diß kaum kan/ oder mag erzeh⸗ len/ unter denen ſind doch dieſe Nachfolgen⸗ de die fürnembſteDie Loßburg/ oder Luchs⸗ burgſeiner unuͤber windlichen/ wunderbarli⸗ chen und erſchrecklichen Hoͤhe/ bey Wonſi⸗ del. 2. Die Coſſein/ darauß ein Flußlein/ auch die Coſſein genannt/ entſpringet/ wel⸗ ches bey Rebitz/ dein Egriſchen Marckt/ ſich in dieſe Trebnitz ergeuſt. 3. Der Schwartz⸗ berg/ mit mancherley Metall faſt beruͤhmbt nahend bey Kemet einem Ober⸗ Pfaältzi⸗ 4. Der Oelberg. 5. Die Floͤtz. 6. Der Berg zum Rotenfurt. 7. Der Geiersberg/ undb welchen die warm⸗ und kalte Steinach flieſſen. 8. Sanct Con⸗ radsberg/ bey Wonſidel. 9. Die hohe Metz/ der Kuͤmenberg/ der Schifferſtein/ der Plattenberg/ die Farenleuten/ der Nußhart der Schneberg/ oder Schloßberg/ welcher ſo

109. Georgius Loyfius in pervig. Mercur.] hoch iſt/ daß man auch uͤber das gantze Jahr

ſeu, de Peregrinat. Obſervat. 176. und in⸗ ſonderheit obgedachter Bruſchius, in einem eigenen Buchleiu davon Anno 1542. ge⸗ macht/ und E. E. Rath der Stadt Eger de⸗

dicirt/ beſchrieben; auß welchem letzten/ wei⸗

len ſolcher Tractat nicht in jedermans Han⸗ den/ wir nachfolgendes/ Extractsweiſe/ wie das Obere/ hieher bringen wollen. Es ſagt aber Bruſch/ unter anderm/ alſo: Der Fichtelberg ligt in der alten Nariſcen Land/ oder in Norckau/ welches Land zwiſchen der Thonau/ Elb und Maͤyn/ gelegen/ und an Bamberg/ Nuͤrnberg/ Coburg/ graͤn⸗ tzen thut/ und jetzt in das Voitland/ die Ober⸗ Pfaltz/ das Eger⸗Laͤndlein/ das Gebuͤrg/ und in der Peckler Art/ ꝛc. getheilet wird. Es ſtoſſt dieſer Berg gegen Aufgang der Son⸗ nen an Boͤhmenſgegen Niedergang anFran⸗ cken/ gegen Mittag an die Ober⸗Pfaltz und Bayern/ gegen Mitternacht an Voitland und Thuͤringen: Strecket etliche Stuck/ als Hoͤrner/ oder Aeſt/ auch biß an den Boͤh⸗ mer⸗Wald hinan. Daher er auch von etli⸗ chen nut unrecht ein Marckſtein/ oder Grentz

Teutſchlandes gegen Boͤhmen iſt genen⸗

net worden. Kein Roͤmiſcher/ oder alter Scribent/ gedenckt dieſes Bergs/ dieweil die Roͤmer mit ihren Kriegs⸗Waffen in dieſes

Schnee droben findet. Bey obgenannten Bergen ligt auch die Heyd/ein Berg/ darauß die Eſer entſpringt. 10. Der Mittelberg/ nahend bey Kemmat gelegen. Dagegen ſtoſſen der Lußelmayn/ die Kaltebuch/ der Zweiffelſtein/ der Enſidel/ der Peielſtein und viel andere groſſe Rucken und Glieder mehr. Dieſe Berge ſehnd alle mit Holtz auffs dickeſt bewachſen. Die Leuth hierumb ſeyn from getreu/ freuuolich/ aber doch faſt grob/ baͤuriſch/ hart und ſtarck Volck/ das Hitz und Froſt/ ja alle Muͤhe und Arbeit wol leyden und ertragen mag. Oben auff dem Fichtel⸗ berg iſt(wie man ſagt) ein Fiſchreicher/ und unglaubiger tieffer See/zu dein man auch/ ſouderlich aber im Sommer/ von Sumpfs wegen nicht kommen kan. Dieſer See iſt eine Graͤntz zwiſchen der Obern⸗Pfaltz und dem Marggraͤfiſchen Land/ zwiſchen welcher Furſten/ Anno 1535. der Graͤntz halben ein Vergleich getroffen worden. Mit Gold/ Silber/ Eiſen/ und in Summa allerley der beſten Metallenmit Schweffel und Quecr⸗ ſilber, auch Perlen/ iſt dieſer unſer Berg/ und gantz herumb ligende Gegend und Land⸗ ſchaft/ allen andern Laͤndern und Gegenden/ Teutſchen Landes weit fuͤr zuziehen/ welches

auch den weit von uns gelegenen Voͤlckern/

Land nicht kommmen ſeyn. Conradus Celtes, als Wahlen/ Venedigern, Spaniern/ unſe⸗ und ich mit ihme/ halten darfur/ daß er ſey ein rer Land Kundſchafft/ gantz wißlich und

Theil deß Schwartzenwalds. Umb Weiſ⸗

ſenſtatt iſt die Gegend am hoͤchſten/ darumb auch da geſunde Art gantzen Teutſchlandes

iſt. Es hat aber offtgenaunter Berg ſo viel

kundig iſt; die ſich etwaun auch vernehmen laſſen/ daß man am/ und um den Fichtel⸗ berg/ offt eine Kuh werffe mit einem Stein/ der beſſer ſeye/ dann die Kuhe. Es hat dieſes

P Gebuͤrg