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Topographia Franconiae, Das ist, Beschreibung, Vnd Eygentliche Contrafactur der Vornembsten Stätte, Vnd Plätze des Franckenlandes, vnd Deren, die Zu Dem Hochlöblichen Fränkischen Craiße gezogen werden / [Martin Zeiller.] An tag gegeben vnd Verlegt Durch Matth: Merian In Franckfurt
Entstehung
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206
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108 Beſchreibung Satisfaction-Gelder/ ſeyn dieſer Stadt/ fuͤr umb Wunſidel in der Beckler Art genannt 1333. Monat; zugerechnet worden 22428. worden. Das Staͤdtlein Wunſidel iſt von Guͤlden; welches juſt die oberwehnte 168. fl. Zinbergwercks wegen(ſo ſich dazumal reich⸗ fuͤr einen Monat/ bringet. Zu Unterhaltung lich da erzeigt/ aber doch bald wiederum fiele) deß Kaͤyſerlichen Cammergerichts gibt dieſe von Burggraff Friederichen zu bauen ange⸗ Stadt Jaͤhrlich ordinariè d0. fl. nach der Er⸗ fangen worden im Jahr nach Chriſti Geburt hoͤhung aber/ wie ich finde 133. fl. 21. kr. 5.] 1328. Privilegia, und Freyheit/ gab Kaͤyſer Heller/ den Thaler zu 9. kr. gerechnet. Anno Ludwig der Beyer darzu. Dieſes Staͤdtlein 1634. nach der Noͤrdlinger Schlacht/ hielte iſt Anno Domini 1462. von den Huſſern ſie der Obriſte Freyberger ein zeitlang bloc⸗(die ſich ſchier halb Teutſchland dazumal un⸗ quirt; die er doch wieder verlaſſen. Aber her⸗ terſtanden zu pochen)hefftig belagert wordẽ/ nach/ den 20. Octobr. beinaͤchtigte ſich der gleich an S. Georgen Tag. Aber die Burger Freyherr von Suis derſelben/ als/ wegen der wehreten ſich unter ihrem Hauptmann Joſt Granaten/ der Rath den Comnmendantenzu Schirulinger genannt/ einem ſtattlichen accordiren/ wie zwar Kemnitz berichtet/ ge. Edelmann/ ſo mannlich und tapffer/ daß die zwungen haben ſolle. Anno 1548. den 3. 13. Huſſern mit Schanden vor dei Slaͤdtlein Martii/ ubergaben die Chur⸗Bayriſchen die.(welches dennoch mit zimlichen Mauren/ ſe Stadt den Schwediſchen/ ſo ſie angegrif⸗ und Graben/ bewahrt iſt) nunſten abziehen. fen hatten/ auf Gnad und Ungnad:deßwegen Eben in dieſem Jahr iſt das ſchoͤne Kirchlein dannſzu Guͤntzburg/ dem geweſten Commen⸗ auff S. Catharmen Berg/(dabey es groſſe danten der Kopff abgeſchlagen worden; wie Stein/ wie zimliche Huͤtten/ die rund wie

in Tomo 6. Thceatri Europ. ſtehet. 9 Apffel ſind/ darauß ein ſo gutes Waſſer aaſe fleuſt/ daß ſich etliche Krancken/ wie einer Wo nde I. ſchreibt/ geſund daran trincken) ſo gegendem

iſt ein Marggraͤffiſch Brandenbur⸗ Staͤdtlein über ligt/ in S. Catharinen Ehr giſche nach Culn bach/ der Bayreut ge⸗ gebauet worden;als welche die Burger in ob⸗ hoͤrige Stadt/ weyland Doctoris Matthiæ gedachter Belaͤgerung um Huͤlff angeruffen/ Anomai, geweſen Kectoris der Adelichen und geglaubt/ daß ſie ihnen auch geholffen Landſchafft Schul zu Lintz, ſel. Vaterland. haͤtte. In dieſem Kirchlein iſt auff dem hohen Gaſper Bruſchius gennts Wunſtdel/ und Altar die Hiſtoria der H. Jungfrauen Ca⸗ ſchreibet/ vom Vichtelberg/ von dieſem Ort tharinen auffs ſchoͤnſte und kuͤnſtlichſte ge⸗ pag. 49. ſed. alſo: Wunſidel iſt ein Staͤdt⸗ mahlet/ dieſer Tafeln hab ich mich nie genug lein an der Reßlau/ einem faſt Fiſchreichen ſehen koͤnnen/ ſo ſchoͤne/ liebliche holdſelige/ Fluß 3. Meilen vom Vichtelberg/3. Meil von und lebendige Bild hat ſie: wird zu Wunſi⸗ Eger/und 3. vom Hoff gelegen. Man nennet del von einem Erſamien Rath bewahret. Das es die Stadt mit den Marbelſteinen Mauren Staͤdtlein hat nichts von ſonderlichem Ge⸗ und Thuͤrnen; darumb daß die Stein/ ſo all⸗ bau/ denn ein herrlich und reich Spital/ wel⸗ da gebrochen werden/ dem Marbel nicht faſt ches geſtifft/ und gebauet/ Anno Domini unaͤhnlich ſeyn/ ſo ſie gepoliert werden. Das 1467. von einem der Stadt Burger/ Sig⸗ Schloß zu Wunſidel(ehe das Stadtlein zu mund Wann geuanut. Dieſer hat ein Weidb/ bauen angefangen worden) ſtunde den Edel⸗ Barbara genannt/ war ein Venedigerin/ der leuten von Bockſpurg/ oder/ wie etliche wol, Alchimey hoch erfahren/ kont das Silber und len/ von Vogtsberg/ zu. Dieweil aber diß Gold vom Zumſcheiden; uͤberkamdamit un⸗ nicht gute Haußhalter waren/ oder das Gut zehliche groſſe Reichthum. Als er das Spital ſonſt hingieng/ wie es war hergangen/(denn geſtifftet/ iſt er ein Burger zu Eger geweſt/ auch diß ein Raubſchloß vor Zeiten geweſt daher er/ ſeytemal er kein Kind haͤtte/ die Her⸗ iſt/ muſten das Schloß(welcher ihr einiger ren von Eger zu Schutzherren übern Spital Sitz war) Armuth halben verkauffen. Es machtegab denen ein groſſe Summa Gelds/ kauffts aber um 70.alte Boͤheimiſche Schock davon geben die von Eger alle Jahr ins Spi⸗ Burggraff Friederich zu Nuͤrnberg/ von tal gen Wunſidel 400. und 10. Goltguͤlden Eberharten/ Henrichen/ und Ludwigen/ Ge zulnterhaltung zwoͤlff ehrlicher armer alten bruͤdern von Bockſperg/als man zehlt Anno und unvermoͤglichen Maͤnner/ und dreyer Domini 1321. Die Bockſperger ſeyn her⸗ Prieſter. Bey gemeldtem Spitaliſt ein faſt nach ſo ari worden/ daß ſie ſich haben ihrer ſchoͤnes Kirchlein/ hat gemeldter Wann auch Reuterey/ und wie man ſagt/ auß dem Steig⸗ gebauet/ darinn hangt noch heutiges Tags reiff nehren muͤſſen. Daher iſt das Laͤndlein ein Taͤffelein/ darauff beyde des Stiffters/ und

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