chronica„.
Sott auch zu ſeines nahmens ehre/ und der unter⸗ thanen wolfahrt langezeut erhalte/ und dieſe vnſere newe Fuͤrſtin zu einer krone und Mutter des Vat⸗ terlandeß mache/ auch ſambt unſerm Genedigen Fuͤrſten und herrn in einem heilſamen regiment und langem leben/ in guter geſundtheit bewahre/ und an leib vnd ſeel hꝛernacher beſelige.
Im Januario des 1604 jahrs hat ſich im Ampt Sentia in einem kleinen teich/ welcher tieffe halber nicht zu gruͤnden/ auch derowegen niemals abgelaſſen werdẽ koͤnnen/ oben ufm waſſer ein ſchlei⸗ mige rohte marery erzeiget/ welche zu weilen den gantzen teich bedeckt/ zu weilen aber vom windt/ in den einen ort des teichs gedriben. Iſt wie bluht an⸗ zuſehen geweſen⸗hat ſich auch/ wan man reiſig darin gethan/ gleichſam alß geronnen bluht angehenckt. Es haben wolet iche dieſem thun wenig glauben zu⸗ ſtellen wollen/ vorgebende weils ſelbiger zeit ſehr ge⸗ regnet/ und die berge dero orter von roter erden/ daß von deme der teich ſich alſo geferbet: etliche aber ha⸗ ben gemeinet es ſey ein matery geweſen/ ſo ſich in der luft entzundet/ wie zu weilen geſchicht/ vnd etwa im herab fallen eben in dieſen teich gerahten/ in be⸗ trachtung/ daß nicht das gantze waſſer ſich entfer⸗ bet/ ſondern dieſe materi nuhrt oben auff dem waſ⸗ ſer geſchwommen. Doch iſt gleichwol diß vermein⸗ ze bluht an viel orte zubeſichtigen geſchickt worden.
yy iñj Jahrs
1604
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