N(57)+
Nein kein Seufzen, keine Klagen, Nicht ein heiſer Thraͤnen⸗Guß, Nicht des bangen Herzens Zagen, Hemmt der Schickung harten Schluß. Von Dir HErr! iſt es geſchehen Weinend küß ich deine Hand:
Des gebeugten Geiſtes flehen,
Iſt am Beſten Dir bekannt.
Drum ſey meine Seele ſtille, Hemme deine Thraͤnen Fluth; Dencke deines GOttes Wille Meynt es auch im Leiden gut: Er wird deine Wunden heilen, Sein mitleidig treues Herz Wird dir neuen Troſt ertheilen, Tilgen deinen bittren Schmerz.
Meines Gatten Angedencken
Soll indeß mir ſchaͤtzbar ſeyn;
Biß man mich einſt wird verſencken Zu Ihm in die Gruft hinein:
Da will ich ganz ruhig liegen, Ohne Gram und Sorgenlos;
Da ſoll mich kein Leid beſiegen
In der Erde kuͤhlem Schoos,
5 Froͤlich


