V(0) Oe Der Buͤrger Franckfurts eilt dringt ſich zu ſeiner Gruft
Von ſeinem Klag⸗ Geſchrey ertoͤnt die ganze Luft
Die Seufzer hemmen ſich in dem beklemmten Herzen
Herrſcht nichts als nur Gefühl von Mitleyds regen Schmerzen Er trau'rt und folgt dem Trieb den GOTT den Chriſten. gab⸗ Jetz brechen Zaͤhren aus er ſtreut ſie auf Sein Grab
Er weint und wiſchet ſelbſt die Thraͤnen von den Wangen
Der Gattin Plitrens werth daß Sie Sich alſo nennt
Seht doch vor Kinder, welchen jener fruͤh entgangen
In ſeinem Buſen noch ein Vater Herze brennt
Verklaͤrter Lehrer gieb Du gleicheſt nun den Sternen
Aus Deinem Glanz noch Franckfurt einen Strahl
Laß uns Dir aͤhnlich ſeyn im Leben ſterben lernen
So iſt der Tod beſiegt und herrſchet keine Ouaal
Ermuntert werden wir uns ſtets gleich Dir beſtreben
Als Chriſten wahrer Art wie Du⸗ gelebt zu leben
Biß unſer Geiſt auch einſt vereint mit Deinem Geiſt
Die Wonne fuͤhlt und jene frohe Herrlichkeiten
Im Lande der Unſterblichkeit voll unausſprechlich groſſer Freuden Wo Dich kein Tod hinfort aus unſern Armen reißt.


