45) Doch— welch ein Ton dringt mir in Herz und Ohren. Dringt Himmliſch ſanft in mein Gehoͤr?—
„ Die GOttesfurcht, die Tugend kann nicht ſterben; „Er lebet noch, um den ihr aͤngſtlich weint;
„, Er ſollte bald den Lohn des Guten erben,
„Das Er in Sriner Bruſt vereint. ℳ En lebet noch! drum ſtille Deine Schmerzen, Geehrte Wirtwel weine nicht:! Er lebt bey GOTT, Er lebt in unſern Herzen, Einſt zeigt Ihn Dir ein ewig Licht.
Daack, daß Du nun den Pfaͤndern Eurer Liebe
Zu leben doppelt ſchuldig biſt; Du lenckſt durch Lehr und Beyſpiel ihre Triebe Hin, wo der tbeure Vater iſt.
Un ſichtbar ſchwebt, als Zeuge Deiner Treue, Nebſt Engeln, der verklaͤrte Geiſt Um Dich, und denck! wie Engliſch Er ſich freue, Wenn Deine Zucht ſich kraͤftig weißt. Mach Du es Licht, o GOTTl in Ihrer Seelen, Sprech in Ihr muͤdes Herze Ruh! Die Jahre, die des Selgen Alter fehlen, Zaͤhl Ihr an frohen Jahren zu. Hierdurch wollte ein Denckmal der Liebe und ſeiner
beſondern Hochachtung gegen den Wohlſeeligen und deſſen leidtragende Angehoͤrige aufrichten⸗
Johann Jacob Gottlieb Scherbius
des Löbl. Gymnaſũ Pro-Rector und der öͤffentlichen
Lateiniſchen Geſellſchaft zu Jena ordentliches— Mieglied.
4. B.
Nach


