(34) c-E*. in welcher unſer Seliger ſein Leben nach dem unerforſchlichen Rath GOt⸗ tes endigen ſollte, ſo gab ihm dieſe die herrlichſte Errinnerung ſeines fuͤr ihn gecreutzigten Heylandes JEſu. Das Andencken an deſſen Leiden war die Erquickung ſeiner Seele ohne Unterlaß. So manche ſchoͤne Spruͤche von dieſem leidenden Heyland, waren die Staͤrckung fuͤr ſein Herz. Baͤtend brachte er die letzte Nacht hinzu, ſo daß man es nicht allein wahrnehmen
konnte, ſondern auch oͤfters laut von ihm hoͤrete. Die kernhafteſte Ver⸗
ſe aus unſern Evangeliſchen Lieder gaben unſerm erblaſten ausnehmenden Troſt und Beruhigung. Alles dieſes machte daß nicht die geringſte Furcht des Todes bey ihm aufkommen konnte. Sahe er freylich eine weinende Gehuͤlſin, und acht meiſtentheils unerzogene Kinder um ſich, ſo wuͤnſchte er wohl noch einige Zeit bey ihnen zu ſeyn, doch unterwarf er ſich mit der groͤſten Befriedung dem Willen ſeines GOttes. Ganz gewiß daß GOtt ihre Huͤlfe und Beyſtand ſeyn wuͤrde, ſagte er als er ſeinen herannahenden Tod fuͤhlete, zu verſchiedenen mahlen: Ich ſterbe und GOtt wird mit euch ſeyn. In ſolchem Vertrauen ſahe er ſeinem Tod entgegen. Dieſes Ver⸗ trauen ſeines Knechtes hat der HErr auch ſchon wuͤrcklich da wir dieſes Schreiben, reichlich belohnet und erfüͤllet. Gleich nach ſeinem Tod aͤu⸗ ſerte ſich die Liebe vieler unſerer Einwohner aufs offenbahrſte. Unſere Stadt die ſchon laͤngſt wegen denen vielen redlich und guͤtig gefinnten Einwohner beruͤhmt iſt, hat ſich gewiß durch eine neue Probe von edler Denckungs⸗ Art vor andern bezeichnet. Viele ſeiner anvertrauten Gemeinde und ſon⸗ ſtige Freunde entſchloſſen ſich ſogleich auf eine thaͤtige Weiſe eine ſo em⸗ pfindlich geruͤhrte Wittwe und Wayſen zu unterſtuͤtzen und alles anzuwenden um einen ſolchen ſchmertzhaften Verluſt auf die moͤlichſte Art zu erleichtern. Auf viele Jahre iſt fuͤr die Hinterlaſſenen auf die ruͤhmlichſte Art geſorget, und ein Denckmahl von der Liebe gegen den ſelig Verſtorbenen ge⸗ ſtiftet. Der HErr wird ſelhſ der Vergelter ſolcher wohlmeynenden Geſin⸗ nung ſeyn.
Doch


