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Die Verbindlichkeit wahrer Christen, nach dem Muster Jesu, ihren Willem dem Göttlichen Willen zu unterwerfen : Wurde als ... Herr Johann Jacob Plitt ... am 5ten April 1773. durch einen seligen Tod diese Welt verlassen ... vorgestellet / von Johann Jacob Willemer ..
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Evangelium ſeine Antrits⸗Predigt. Solche wichtige Aemter wurden num unſerm ſeligen Herrn Senior in einer ſo kurzen Zeit nach einander, da er nur eben 30. Jahr alt war, anvertrauet. Mit welcher Munterheit des Geiſtes er auch daſelbſt ſein Amt verwaltet, ſind ſeine daſelbſt her⸗ aus gegebene Predigten, und die Liebe die ſeine geweſene Zuhoͤrer noch gegen ihn hegen, Beweiſe davon. Der Durchlauchtigſte Landesherr hatte ſelbſten ſo viele Gnade vor ihn, daß er vor Ihnen am Sonntag Re. miniſcere 1759. in dem Cabinet predigen mußte. Der Ruhm von ſeiner redlichen und rechtſchaffenen Geſinnung und gruͤndlichen Gelehrſamkeit; blieb aber nicht allein in Caſſel und Rinteln verborgen, ſondern es breitete ſich ſelbiger auch weiter aus. Hamburg welches ſo viele wuͤrdige Maͤn⸗ ner zum Dienſt des Evangelii beſitzt, richtete im Jahr 1761. ſein Au, genmerck auf ihn. Es kam unſer Seliger wircklich in die Wahl eines Haupt⸗ Predigers an die groſe Michaelis⸗Kirche, an die Stelle des um die Kirche GOttes ſo hoch verdienten Herrn Dr. und Senior Wagners. Es gefiel aber GOtt nicht ihn dahin zu ſenden, ſondern Franckfurt ſollte das Gluͤck haben dieſen rechtſchaffenen Mann zu ihrem Senior und erſten Prediger zu haben. Bey dem Abſterben, des um das Franckfurtiſche Zions unſterblich ſich ver⸗ dient gemachten Hrn. Dr. und Senioris FRESENII, waren ſogleich unſer nun erblaſter Herr Dr. Plitt in Erwegung gezogen. Der wuͤrckliche Ruf ergieng aber erſt an einige anſehnliche Lehrer unſerer Kirche, und da ſelbige es wich⸗ tiger Urſache halben nicht annahmen, ſo geſchah es nach einer neuen Wahl, daß er zu dem wichtigen Amt, eines hieſigen Senioris und erſten Predigers an der Haupt⸗Kirche, den 16. Febr. 1762. erwehlet wurde.

Da unſer ſeliger Herr Senior aus Betrachtung aller Umſtaͤnden des söͤttlichen Willens uͤberzeugt wurde, ſo entchloß er ſich unter dem Beyſtand GOttes ihn anzunehmen. Deßwegen machte er ſolches ſeiner Hochfuͤrſtli⸗ chen Durchlaucht zu Heſſen⸗Caſſel bekannt, und bat um ſeine Erlaſſung, welche er auch in ſehr gnaͤdigen Ausdruͤcken erhielt. Er ſchickte ſich alſo zu ſeiner Abreiſe, hielt den 3. Dakeag uͤber das gewoͤhnliche Evangelium ſeine

Abſchieds⸗