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.(13) M+r
oft ein, das und jenes waͤre uns gut, mache uns gluͤcklich, wir wuͤn, ſchen, wir verlangen, wir bitten es von GOtt, GOtt erhoͤrt unſer Ge⸗ bet entweder im Zorn, und giebt uns was wir gebeten, und am Ende ſe⸗ hen wir erſt ein, daß das Gebetene uns mehr ſchaͤdlich als nuͤtzlich geweſen; oder er erhoͤrt unſer Gebet in Gnaden, giebt uns nicht das, was wir gebeten haben. Denn welcher Chriſt bittet GOtt um das was ihm ſchaͤd⸗ lich iſt? oder er giebt uns fuͤr das, was wir gebeten haben, etwas beſ⸗ ſers. Wenn GOtt alſo einen Menſchen nach ſeinem Willen ſterben laͤßt, ſo muß ein ſolcher dencken, daß GOtt nach ſeiner Allwiſſenheit vorher geſehen, daß eben dieſe Zeit die beſte und bequemſte Zeit fuͤr ihn geweſen, ihn von der Welt zu nehmen. Bin ich alſo uͤberzeugt, daß GOtt nach ſeiner Allwiſſenheit am beſten weis, was mir gut oder ſchaͤdlich, was mich wahrhaftig kann gluͤcklich oder ungluͤcklich machen, ſo bin ich auch verbunden, nach dem goͤttlichen Willen mein Leben willig in den Tod dahin zu geben.
3) Weil es in der Ewigkeit nicht darauf ankommt und ge⸗ fragt wird, wie lange und wie viele Jahre ein Menſch hier in der Welr gelebt hat, ſondern ob er wohl und tugendhaft gele⸗ ber, und ſelig geſtorben ſey. O mein GOtt! die Tage unſeres Le, bens kommen ja mit der Ewigkeit in gar keine Vergleichung. Was ſind wohl ſiebenzig, achtzig Jabre gegen der Ewigkeit? Unſer Leben wenn es köſtlich geweſen iſt, ſo iſt es Muͤhe und Arbeit geweſen. Manchem Suͤn⸗ der waͤre es beſſer geweſen, er waͤre nie geboren worden, oder wenn er geboren worden, er waͤre gleich geſtorben, als daß er ſo lange gelebt, und ſein langes Leben, ſein Gewiſſen mit ſo vielen tauſend Suͤnden und Laſtern beſchweret, um zu leben, daß er ewig ſterben ſollte. Ein anderer Menſch erkennt erſt in der verklaͤrten Ewigkeit, daß ihm GOtt die groͤſte Wohlthat erwieſen, weil er ſein Leben in der Bluͤthe ſeiner Jahre verkuͤrzt, und ihn von ſo vielem Kreutz, Leiden, Widerwaͤrtigkeit, Sorgen und
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