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Die Verbindlichkeit wahrer Christen, nach dem Muster Jesu, ihren Willem dem Göttlichen Willen zu unterwerfen : Wurde als ... Herr Johann Jacob Plitt ... am 5ten April 1773. durch einen seligen Tod diese Welt verlassen ... vorgestellet / von Johann Jacob Willemer ..
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ſo lieſſen viele tauſend der erſten Chriſten ihr Blut ſtromweis vergieſen um des Namens IEſu Willen, und verſiegelten ſeine Lehre mit ihrem Blute. Das kann auch geſchehen ordenrlicher Weiſe. Ein Menſch wird von ei⸗ ner toͤdlichen Kranckheit uͤberfallen; er bedient ſich der geſchickteſten Aerz⸗ te, er gebraucht alle vorgeſchriebene Arzeney⸗Mittel, er bittet GOtt um den Segen und gedeihen derſelben, er merckt aber, daß es GOtt nach ſeiner Weisheit nicht fuͤr gut befindet ihm zu helfen, und daß es ſein Wil⸗ le ſey ihn von der Welt zu nehmen. Alsdenn iſt er verbunden, ſeinen Willen dem Willen GOttes zu unterwerfen, und ſein Leben willig nach dem Muſter JEſu in den Tod dahin zu geben.

Warum ſind aber wahre Chriſten verbunden, nach dem Muſter IEſu ihren Willen dem goͤttlichen Willen zu unterwerfen? Ich will nur einige Gruͤnde anfuͤhren.

1) Wegen der Oberherrſchaft GOttes.

Iſt GOtt unſer Schoͤpfer, ſo hat er auch das Recht, uns zu befeh⸗

len, er kann uns Geſetze geben, wir ſind verbunden, ſie zu beobachten. So wie Unterthanen verbunden ſind, nach dem Befehl und Willen ihrer Regenten ſich zu richten, ſo ſind wir noch vielmehr verbunden, unſern Willen dem goͤttlichen Willen zu unterwerfen.

2) Weil der Wille GOttes beſtaͤndig unſer ewiges Wohler⸗ gehen zum Grunde hat.

In der Welt geſchieht nichts von ohngefehr; in der Welt hat eigent⸗ lich, wie die Menſchen reden, weder Gluͤck noch Ungluͤck ſtatt, ſondern alles, was in der Welt geſchieht, erfolgt nach goͤttlichem Willen oder durch goͤttliche Zulaſſung. Wie kurzſichtig aber iſt hier unſer Verſtand in dem, was wir Gluͤck oder Ungluͤck nennen! wir arme Sterbliche bilden uns

oft