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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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und bejammern ihr Unterliegen, als daß ſie ſelbſt hinaus⸗ treten und auch außer dem hauſe ihren Einfluß geltend machen, kraft ihres Amtes als Mutter.

Die Frau gilt nichts im öffentlichen Leben. Sie iſt da⸗ durch an Einfluß beſchränkt auch in ihrem höchſten Berufe als Frau und als Mutter.

Der Deutſche führt das WortEhret die Frauen gern und häufig im Munde. Trotzdem aber ſteht er hinter allen Dölkern angelſächſiſcher Herkunft weit zurück, wenn es ſich um Ach⸗ tung vor Frauenart und Fraueneinfluß, um Sörderung von Frauenbildung und Schutz von Frauenrechten handelt.

Der Mann behauptet jedoch, der alleinige Ernährer der Familie zu ſein. In wie vielen Fällen aber ernährt die Frau die Familie, durch ihrer hände, ihres Geiſtes Arbeit oder durch das von ihr in die Ehe gebrachte Dermögen?

Aber niemand denkt daran, wenigſtens dieſen Frauen Rechte zuzugeſtehen. Nur Verpflichtungen legt man ihr auf. Fum Steuerzahlen zieht man ſie trotz ihrer Rechtloſigkeit rück⸗ ſichtslos heran.

Der Mann ſagt, er ſei der Schützer und ſomit der natür⸗ liche Dertreter der Frau.

Aber wie viele Frauen gehen ohne Beſchützer durchs Le⸗ ben? In ſchwererem Kampfe ringend als der für ſeine Le⸗ bensarbeit ſo viel beſſer ausgerüſtete Mann.

Der Mann ſchützt das Vaterland. Die Frau aber iſt es, die dem Staate immer neue Bürger ſchenkt. Ein weit größerer Prozentſatz von Frauen, als auch in blutigſten Kriegen Män⸗ ner in Schlachten fielen, büßt auch jetzt noch, ohne ſich deſſen zu rühmen, das Leben bei der Erfüllung ſolcher pflicht ein. Und will man gleiches Recht für alle gelten laſſen, ſo ziehe man auch die Frau, das iſt ſchon oft vorgeſchlagen wor⸗

Krukenberg, Frauenbewegung. 18