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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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behren, und nicht zu erſetzen bezeichnet der preußiſche Kul⸗ tusminiſter in einem Erlaß vom 9. Kuguſt 1890 den Ein⸗ fluß, den die Lehrerin vermöge ihrer weiblichen Eigenart in der Mädchenſchule ausübt. Durch die vermehrte Unſtellung von Lehrerinnen, durch ihre heranziehung zum Unterricht in oberen Klaſſen und zu leitenden Stellungen iſt in ganz Deutſch⸗ land einer gleichen Anſchauung Kusdruck gegeben. Der nächſte Schritt, dieſe Erkenntnis in die Praxis umzuſetzen, iſt die Zu⸗ laſſung der Frauen zur kommunalen Schulverwaltung, denn erſt, wenn ihr Einfluß auch hier zur Geltung kommen kann, wird er ſeine volle Wirkung entfalten. Für die Notwendigkeit der Mitarbeit von Frauen in der

Schulverwaltung laſſen ſich folgende Gründe anführen: 1. Für die Geſtaltung des öffentlichen Unterrichtsweſens an einem Orte iſt der Schulvorſtand die entſcheidende Behörde. Er verfügt über den ganzen für Schulzwecke gemachten Auf⸗ wand; von ſeiner Einſicht hängt es ab, ob die geſchaffenen Unterrichtsanſtalten nach Sahl und Urt dem Bedürfnis ge⸗ nügen, er übt die der Gemeinde zuſtehenden Rechte bei der Beſetzung der Lehrerſtellen aus. Es liegt in der Natur der Sache, und die Erfahrung lehrt es, daß die Intereſſen der Mädchenſchulen bei all dieſen Entſcheidungen leicht zurück⸗ geſetzt werden.

Die Intereſſen der Mädchenerziehung liegen naturgemäß

Männern ferner, und es bedarf der Mitarbeit der Frauen,

um ſie mit vollem Nachdruck zur Geltung zu bringen. 2. In kleinen Orten und auf dem Lande fehlt es häufig an

Männern, die den Schulangelegenheiten genügendes Ver⸗

ſtändnis entgegenbringen und den pflichten des Schulvor⸗

ſtandes genügend Seit opfern können.

Wenn auch Frauen in die Schulvorſtände gewählt wer⸗