tigen Gerätſchaften von Dorf zu Dorf wandert, überall ſechs⸗ wöchentlichen Aufenthalt nehmend, um die Mädchen der um⸗ liegenden Ortſchaften im Rochen zu unterweiſen. Der Wert dieſer Wanderkurſe wird noch erhöht, wenn die Lehrerin, wie wir das hie und da finden, auch Slickunterricht mit erteilt und eine Wanderbibliothek mit ſich führt, durch die ſie noch weitere Anregung zu geben, auf die Gedankenwelt der Schülerinnen und ihrer Eltern mit einzuwirken vermag.
Fiel der Frauenbewegung auf dem hier behandelten Ge⸗ biet iſt alſo, unſer obligatoriſches Fach⸗ und Fortbildungs⸗ ſchulweſen dahin ausgebaut zu ſehen, daß eine möglichſt große Sahl erwerbstätiger Mädchen Berufsausbildung bekommt, ſoweit obligatoriſche, in der Seit beſchränkte Sachklaſſen ſie zu geben vermögen und daß außerdem möglichſt ausnahms⸗
los die Mädchen unſeres Volkes zu hauswirtſchaftlicher Aus⸗
bildung herangezogen werden— ſei es durch hauswirtſchaft⸗ lichen Unterricht in der oberſten Schulklaſſe oder durch Fort⸗ bildungsſchulzwang, ſei es— was ja am nachhaltigſten wirken würde— durch beide Unterrichtsarten an einander ange⸗ ſchloſſen. Die volkswirtſchaftliche Wichtigkeit ſolcher Forde⸗ rungen braucht nach allem Vorausgeſchickten nicht nochmals betont zu werden.
Von entſcheidender Bedeutung aber für den Erfolg un⸗ ſeres Fortbildungsſchulweſens— ſoweit es die Mädchen be⸗ trifft— wird es ſein, daß tüchtige Frauen an dieſen Schulen unterrichten, Frauen, die ihre Aufgabe voll erfaſſen und Einfluß zu gewinnen verſtehen auf die weibliche Jugend unſeres Volkes, einen Einfluß, der neben der ſelbſtverſtändlich nie zu entbehren⸗ den Mitarbeit des Mannes aber nur dann zu rechter Geltung kommen wird, wenn die Fortbildungsſchullehrerin in jeder Beziehung gut vorbereitet an ihre Kufgabe herantritt. Je


