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hauswirtſchaftliche Kusbildung der TCöchter aller ſolcher Fa⸗ milien, in denen die Mutter außer dem hHauſe arbeitet oder ſelbſt nichts von einer geordneten haushaltung verſteht.
Kuch bei Mädchen, die in fremdem haushalte Stellung annehmen, darf man nicht ohne weiteres vorausſetzen, daß wenigſtens ſie die für das Gedeihen eines ſpäteren eigenen Haushaltes notwendigen Renntniſſe erwürben, eine Annahme, der wir häufig begegnen. In verwöhnten haushaltungen, das leuchtet ohne weiteres ein, iſt das keineswegs der Fall. Und auch der haushalt des mittleren Bürgerſtandes iſt auf ganz anderer Grundlage aufgebaut als der des Arbeiters, ganz abgeſehen davon, daß durchaus nicht jede Hausfrau ge⸗ neigt und fähig iſt und daß auch nicht eine jede hausfrau Seit hat, das in ihren Dienſten ſtehende Mädchen zu Selbſtändigkeit anzuleiten, ihr wirklich Einblick in die haushaltsführung zu gewähren. Eine an einen haushalt größeren Stiles ge⸗ wöhnte Frau würde auch bei gutem Willen meiſt nur eine unvollkommene Lehrmeiſterin ſein. Denn der Aufgabe, die das Dienſtmädchen nach ſeiner Verheiratung faſt durchweg er⸗ wartet, der Aufgabe, mit beſchränkteſten Mitteln alle haus⸗ frauenpflichten und zugleich alle Pflichten als Gattin und Mutter ohne irgendwelche hilfskraft zu erfüllen, ſie ſelbſt dann zu erfüllen, wenn ſie als Frau mitverdienend tätig ſein muß, dieſer Kufgabe wäre eine hausfrau, die an Dienſtboten gewöhnt iſt, nur ſelten gewachſen. Dafür bedarf es beſon⸗ derer, den Verhältniſſen angepaßter Vorbildung, die die Durch⸗ ſchnittshausfrau nicht zu geben vermag.
Kuch Vervollſtändigung der Allgemeinbildung der ſchon mit 14 Jahren aus der Schule entlaſſenen Mädchen iſt drin⸗ gend zu wünſchen. Handelt es ſich doch in der Fortbildungs⸗ ſchule nicht lediglich um praktiſches Lernen, ſondern zugleich


