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Dritte Modifikation. 193
von Eigenſinn beherrſcht, nicht von ſinnlicher Vorliebe fuͤr ihre Kinder befangen, ſprechen. Sie duͤrfen ſich weder durch romaniſche Lectuͤre, noch durch egoiſtiſche oder ſchmeichelnde Haus⸗ freunde zu Forderungen und Säͤtzen verleiten laſ⸗ ſen, welche die Pruͤfung der Gerechtigkeit und Billigkeit nicht aushalten, nicht zu Behauptun⸗ gen verfuͤhren laſſen, welche ein gebildeter Ver⸗ ſtand fuͤr thoͤrig erkennen und eine gruͤndliche Erfahrung laͤcherlich fineen muß. Wollten ſie aber auf denſelben dennoch eigenſinnig beſtehen, ſo wuͤrden ſie ohnfehlbar den Lehrer mit Miß⸗ trauen gegen ſich erfuͤllen und zwiſchen ſich und demſelben die ſchädlichſte Disharmonie herbeifuͤh⸗ ren. Sollen demnach, was uͤberall zu wuͤnſchen iſt, zwiſchen Eltern und Lehrer Einverſtaͤndniß und Frieden herrſchen, ſo muͤſſen beide offenher⸗ zig und aufrichtig ſeyn, ihre Ideen, Maximen und Grundſaͤtze gegenſeitig ruhig pruͤfen, bereit⸗ willig ſeyn, als Weiſe das erkannte Beſſere ungeſaͤumt in den eignen Ideenkreis aufzuneh⸗ men und darnach das ganze Verfahren mit den Kindern zu modificiren, wodurch ſie nicht nur fuͤr dieſe gute Muſter werden, ſondern auch den⸗ ſelben die herrlichſten Antriebe zu Tugenden dar⸗ reichen werden. Dann wird kein Widerſpruch in der Behandlung, Gewoͤhnung und Bildung der Kinder zu treffen ſeyn. Da wird der Vater die Soͤhne nicht zu Worttheologen und bloſen Latei⸗ nern im Widerſpruch mit dem Lehrer gebildet wiſſen wollen, der ſie auch zu religioͤſen und ſonſt 13


