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Die falsche und wahre Erziehung der Kinder durch Hauslehrer : für Unterrichtende und Eltern, aus mehrjährigen Erfahrungen / dargestellt von Heinrich August Hecht, Pfarrer zu Veitsberg, im Großherzogthum Sachsen
Entstehung
Seite
40
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40 Erſte Modifikation.

zu laſſen, zu erſticken und unverantwortlich zu erdruͤcken? O der Fruͤchte, welche dieſe Modifi⸗ kation dann hervorbringt, der Gewiſſensfragen, die vielen Eltern dann endlich doch einmal druͤk⸗ kend werden duͤrften! Seht euch daher um, ihr, denen das Wohl unſchuldiger, alles Edeln und Guten faͤhiger Kinder am Herzen liegen ſoll, wo redliche, gebildete Maͤnner anzutreffen ſeyn moͤch⸗ ten, die Kopf und Herz mit euern Beſtrebungen verbinden, den rechten Ort zu finden, wo der Verſtand wohnt und die Weisheit thront, damit ihr eure Kraͤfte nicht verſchwendet zum Boͤſen. Endlich ſagt man:

d) Der Hauslehrer habe bei dieſer Modifikation nichts zu verant⸗ worten.

Er ubernimmt, ſpricht man, blos die Aus⸗ fuͤhrung desjenigen, was Eltern ihrer Ueberzeu gung gemaͤß zur Erziehung der Kinder fuͤr dien⸗ lich erachteten, und was nach ihren eigenen Glauben und Gedanken gut und heilſam zum Be⸗ hufe derſelben iſt. Ob nun alles, was der Haus⸗ lehrer zur Ausfuͤhrung uͤberkommt, die Benen nung des Guten und Heilſamen verdienet oder nicht, dies haben die Eltern zu vertreten und mit ihrem Gewiſſen auszumachen, die den Haus⸗ lehrer ja nur unter der Bedingung annehmen, daß er vollende, was ſie anlegten. Von aller Entwerfung des Plans ausgeſchloſſen, iſt er auch aller Verantwortung einer vernuͤnftigen Zweck⸗