2 Urſachen zur Annahme der Hauslehrer.
ſonſt ungewoͤhnlichen Hochſchaͤtzung zu erheben, da ließ dieſer hoͤher ſtrebende Geiſt ſeine Unter— gebenen auch darinne konſequent handeln, daß ſie einen Informator unter die Beduͤrfniſſe auf⸗ nahmen, deren Befriedigung die Ehre des Hau⸗ ſes fordre. Eine Menge junger Theologen hatte es daher in jener Periode dieſem Genius der Zeit zu danken, daß ſie das Feld ihres Broderwerbs waͤhrend der Jahre, in welchen ſie von einer ein⸗ ſeitigen Satyre unter die ſeufzenden Creaturen gezaͤhlt werden, auch in den Gebaͤuden der Pach⸗ ter, Verwalter und Jaͤger, ſelbſt in den geraͤuſch⸗ vollen Wohnungen der Gaſtwirthe, ja wol ſogar hie und da in einem buntgemalten Bauerhofe an⸗ bauen konnten. Hat es ſich in dieſen Tagen auch manche Informatorſtube dieſes Kreiſes in Erzie⸗ hung der Kinder durch Hauslehrer gefallen laſſen muͤſſen, von Neuem einer ganz andern Beſtim⸗ mung zu dienen, ſo iſt dennoch der Raum, auf welchem Hauslehrer Kronen der Belohnung und Dornen des Undanks einſammeln koͤnnen, immer noch ſo weit und groß, daß der Welt viel daran gelegen ſeyn muß, zu wiſſen, wie ſich die Kin⸗ dererziehung durch Hauslehrer zu den Forderun⸗ gen verhalte, welche die allgemeine Wohlfahrt an alle Anſtalten der Bildung und Erziehung macht, die Kindern zu Theil werden ſoll.
Abgeſehen aber davon, wer es auch ſey, der ſeine Kinder durch einen Hauslehrer unterrichten laſſe: ſo wird gewiß jeder Erfahrene im Voraus die Verſicherung ertheilen, daß die erſte Bildung


