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Der neu erfundene Patent-Dünger des Prof. Dr. Justus Liebig in Gießen / Justus Liebig ; aus dem Englischen übersetzt und mit erläuternden Zusätzen begleitet von Dr. A. Petzholdt
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ſchaft auf ihre bisherige Erfahrung anlangt, ſo will ich, um kurz uͤber dieſen Gegenſtand wegzukom⸗ men, die Richtigkeit derſelben in ihrer Allgemein⸗ heit ohne Weiteres zugeben und vorlaͤufig den deutſchen Herren Oekonomen auf's Wort glauben, daß es in Deutſchland nirgends beobachtet worden ſei, daß Weizen auf Weizen, oder Klee auf Klee u. ſ. w. gebaut werden koͤnne. Allein wenn man aus dem beſchraͤnkten Geſichtskreiſe dieſer in Deutſch⸗ land gemachten Erfahrungen heraustritt, und dann erkennt, daß z. B. der Boden Mary⸗ lands, Virginiens und Nord⸗Carolina's mehre Jahrhunderte hindurch, ohne geduͤngt zu werden, Weizen auf Weizen getragen hat, ehe er erſchoͤpft wurde, und daß man noch jetzt im nordamerika⸗ niſchen Staate Kentuky Jahr um Jahr und ohne Abwechſelung und ohne zu duͤngen Weizen und Mais baut, ſo ſcheint doch ohne allen Zweifel die Behauptung gerechtfertigt, daß der Grund, war⸗ um man in Deutſchland nicht Weizen auf Weizen zu bauen im Stande ſei, nicht im Weizen, ſondern in der Beſchaffenheit des deutſchen Bodens liege. Und wiederum kann die Bodenbeſchaffenheit Deutſchlands kein abſolutes Hinderniß des Weizen⸗ baues abgeben, weil es ja ſonſt unmoͤglich waͤre, uͤberhaupt Weizen in Deutſchland zu bauen. Es folgt daher aus dem Angefuͤhrten ohne Wider⸗ ſpruch, daß die oben eingewendete Unmoͤglichkeit, Weizen auf Weizen Jahr um Jahr zu bauen, nur in der bisherigen Duͤngung liegen muͤſſe, und es iſt gar leicht moͤglich, daß dieſe Unmoͤglichkeit auf⸗