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Der neu erfundene Patent-Dünger des Prof. Dr. Justus Liebig in Gießen / Justus Liebig ; aus dem Englischen übersetzt und mit erläuternden Zusätzen begleitet von Dr. A. Petzholdt
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Ferner aber iſt jetzt erſt klar, weßhalb die verſchiedenen Duͤngerſorten eine ſo ungleiche Wirk⸗ ung auf unſere Felder ausuͤben.

Die Excremente der Menſchen und der Guano, welche beſonders die mineraliſchen Beſtandtheile der Samen und des Fleiſches enthalten, uͤben, wenn ſie auf ein Feld gebracht werden, welches ihrer bedarf, ſelbſt wenn alle mineraliſchen Be⸗ ſtandtheile der Blaͤtter und Stengel in hinreich⸗ ender Menge vorhanden ſind, einen weit groͤße⸗ ren Einfluß auf den Koͤrnerertrag dieſes Feldes, als die Excremente der Thiere, welche mit Wur⸗ zelgewaͤchſen und Futterkraͤutern ernaͤhrt worden ſind. Dieſe Excremente enthalten die mineral⸗ iſchen Beſtandtheile der Blaͤtter, Stengel und Wurzeln in vorwaltender Menge und haben einen groͤßeren Werth bei der Production von Wurzel⸗ und Blattpflanzen, als die der Menſchen oder der Voͤgel, welche nur eine geringe Quantitaͤt derjenigen mineraliſchen Subſtanz enthalten, die zur Entwickelung der letztgenannten Pflanzen erforderlich ſind.

Vergleichen wir z. B. die Zuſammenſetzung des Guano mit der des Kuhmiſtes(die feſten und fluͤſſigen Excremente bei gleichem Grade der Trockenheit), ſo findet man, daß bei gleichem Gewichte der letztere 5 bis 7 mal ſo viel von den mineraliſchen Beſtandtheilen der Ruͤben und Kartoffeln enthaͤlt, als der erſtere. Wenn wir daher in einem Boden, welcher von allen mine⸗ raliſchen, einer Pflanze zur Nahrung dienenden