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floſſenen Zeit gelungen, die Urſachen der Frucht⸗ barkeit der Felder ſowohl, als die der guͤnſtigen Wirkungen des Duͤngers endlich in das richtige Licht zu ſtellen.
Die Chemie hat gezeigt, daß die die Frucht⸗ barkeit bedingenden Eigenſchaften der Felder her⸗ vorgerufen werden durch ihre chemiſche Zuſam⸗ menſetzung, und daß die Tauglichkeit derſelben zum Hervorbringen von Weizen oder irgend einer andern Feldfrucht in geradem Verhaͤltniſſe ſtehe zu einigen und zwar ſehr beſtimmten Beſtand⸗ theilen des Bodens, welche von Seiten der Pflan⸗ zen aufgenommen werden. Ebenſo iſt erwieſen worden, daß zwei Felder von ungleicher Frucht⸗ barkeit auch ungleiche Mengen dieſer Boden⸗ beſtandtheile beſitzen; oder daß ein fruchtbarer Boden dieſelben in einer anderen Form oder in einem anderen Zuſtande enthalte, als ein weniger fruchtbarer Boden. Es iſt Thatſache, daß ein Boden, welcher dieſe Beſtandtheile in hinreichender Menge enthaͤlt, reiche Ernten hervorbringt; und es zeigt ſich alsbald, daß der Boden unfaͤhig iſt, gewiſſe Arten von Feldfruͤchten zu tragen, wenn es ihm auch nur an einem einzigen dieſer Be⸗ ſtandtheile fehlt.
Ferner iſt mit Beſtimmtheit ermittelt worden, welche Rolle dieſe Bodenbeſtandtheile bei der Ent⸗ wickelung der Pflanzen ſpielen. Die chemiſche Analyſe zeigte, daß eine gewiſſe Klaſſe dieſer Bodenbeſtandtheile in dem Samen, und andere in den Blaͤttern, Wurzeln, Knollen, Stengeln,


