Vorwort.
Durch die genaue Erkenntniß derjenigen Be⸗ ſtandtheile des Bodens, welche zur Ernaͤhrung der Cultur⸗Pflanzen dienen und daher mit der Ernte von dem Felde entfernt werden, durch die ſpeciellſte Unterſuchung derjenigen Eigenſchaften, welche den verſchiedenen Arten des Stallduͤngers die fruchtbarmachenden Kraͤfte ertheilen, ſowie durch die ſorgfaͤltige Erforſchung der Urſachen, weßhalb Guano und andere kuͤnſtliche Duͤngungs⸗ mittel in einigen Faͤllen ſo aͤußerſt guͤnſtige Re⸗ ſultate erzeugten, waͤhrend ſie ſich in andern Faͤllen gaͤnzlich wirkungslos erwieſen, ward Lie⸗ big darauf gefuͤhrt, kuͤnſtliche Verbindungen ver⸗ ſchiedener Stoffe ausfindig zu machen, welche nicht allein die Stelle des beßten Stallmiſtes mit Vortheil zu erſetzen vermoͤgen, ſondern durch welche zugleich die Nachtheile des Guano vermieden werden, und welche von einer ſolchen Beſchaffen⸗ heit ſind, daß die verſchiedenen Feuchtigkeits⸗Zu⸗ ſtaͤnde der Luft waͤhrend des Pflanzenwachsthums, oder die verſchiedene Oertlichkeit ꝛc., ihre Wirk⸗ ſamkeit nicht vermindern koͤnnen.
Wenn es als eine pflanzen⸗phyſiologiſche That⸗ ſache angeſehen werden muß, daß nicht alle Pflan⸗ zen dem Boden dieſelben feſten oder fluͤchtigen


