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Der y piegel
für Kunſt, Eleganz und Mode.
Dreizehnter Jahrgaug.
Halbjähriger Preis à fl., mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpapier mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im Kommiſſtonsamt zu Ofen Feſtung, außerhalb
des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. bet allen t. t. Poſtämtern.
51. f Mittwoch, 24. Juni. 1840. 8-H
Acht Tage auf Ehrenwart. (Fortſezung.)
Der arme Menſch ſchrak zuſammen.„Du wirſt mit mir zufrieden ſein, Bürger,“ antwortete er niedergeſchlagen. Der Repräſentant nahm Linars Bün⸗ del auf, gab es dem Griſot und ſagte:„Geh hinter jene ſpaniſche Wand; kleide dich mit dem, was du in dieſem Sake finden wirſt. Laß deine Lumpen liegen.“ — Griſot gehorchte, mit begierigen Bliken auf die ſaubern Kleider. Der Kon— ventsdeputirte ſchikte indeſſen, in's Vorzimmer hinausredend, den Gerichtsdiener, der Linar hergeführt, hinweg, ſo wie die Wachen des Griſot, und beorderte ei— nen andern Trabanten herein. Auf Griſot deutend, der ganz verſchämt aus ſei— nem Winkel hervorgeſchlüpft war, befahl er:„Führe den Ariſtokraten da zu den Karmelitern. Sein voriges Gefängniß war nicht feſt genug. Der Schließer ſoll ihn abgeſondert einſperren. Hier iſt des öffentlichen Anklägers Befehl.“— Griſot ging ſchweigend fort.
Linar harrte begierig der Dinge, die da kommen ſollten.„Legen Sie des Vagabunden Kleider für einen Augenblik an; es wird Ihnen leicht werden, ß
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