ſicht des„Marktplazes in Peſth“ er⸗ ſchienen, die ſehr gerühmt wird.— Hr. Milly, der Erfinder der Millykerzen in Wien, wird ſeine Boutique von dem Graben auf den Kohlmarkt überſezen und ſie mit einem Alles übertreffenden Luxus ausſtatten.— Auch in Preußen wird ein neues Wechſelgeſez eingeführt. — In Darmſtadt iſt wieder eine neue Sängerin, Dem. Helene Fiſcher, aufge— taucht. Sie debutirte mit Glük als
Norma.— Saphir gibt am 14. d. eine Akademie und Vorleſung zu Vreßburg, zum Beſten des dortigen Taubſtummen⸗ Inſtituts.— Liszt entſchuldigt ſich im Frankf. Konv. Bl. wegen ſeines Beneh— mens in Leipzig. Sehr beachtenswerth, daß er ſich entſchuldigt!— Ein herrli— ches Poctrait S. k. k. Hoheit des Erz⸗ herzogs Palatin, iſt ſo eben in Mün⸗ chen erſchienen, wovon Probeabdrüke in Wagners Kunſthandlung in Veſth zu ſehen ſind.(Nächſtens mehr darüber.)
Lokal-Zeitung. Muſikproduktion
zum Beſten der Ueberſchwemmten in Ober-Italien.
Norgen findet, wie ſchon im vorigem Glatte ausführlich erwähnt, zum Beſten der durch ueberſchwemmung Verunglükten im Lom— bardiſch-Venezianiſchen Königreiche, in dem t. ſt. Theater zu Peſth, bei voller Beleuch⸗ tung und einem großartigen Aufwand von muſikaliſchen Kunſtkräften die Aufführung von Haydn's unſterblichem Werke:
e Schöpfung“ ſtatt. Wir brauchen wobl nicht erſt an den anerkannten Edelmuth und den notoriſchen Kunſtſinn der verehrlichen Bewohner Ofens und Peſths zu appelliren, um eines erwunſch— ten Erfolges verſichert zu ſein; um ſo mehr, da es ſich hier einerſeits um einen Akt der Wohthätigkeit u. Dan tbarteit handelt, und andererſeits uns ein Kunſtgenuß geboten wird, wie er uns noch nie geworden und ſchwerlich ſobald wieder werden durfte. Es iſt betannt, daß der hier beſtehende Mu— ſitverein, dann die Mitglieder der beiden
ſtädtiſchen und des ungarn. Theaters, ſo wie die Muſikbanden der bier garniſonkrenden löbl. Infanterie-Regimenter, endlich mehrere ausgezeichnete Künſtler u. Muſikfreunde, dle Gefälligkeit hatten, ihre Mitwirkung zuzu— ſagen, was zuſammen einen impoſanten mu— ſikaliſchen Korpus bilden wird.— Die gefeier⸗ te Geſangsvirtuoſin, Fräulein Hemer tet te Cavl, hat in Berükſichtigung des edlen Zwe— ke, ſich bereit erklärt, was immer für Par- thie in dem klaſſiſchen und großartigen Ton werke zu übernehmen Es iſt ihr jene des Gabriel zugetheilt worden.— Diejenigen Mu— ſiker, Sänger u. Sängerinen beider Städ— te aber, die ſich noch nicht angeſchloſſen ha- ben, fordern wir hlemit zur gütigen Theil⸗ nahme auf. Sie mogen den edlen Zwek be⸗ rütſichtigen, der impoctant genug iſt, um den Sieg über Schüchternheit oder ſonſtige Be— denklichteiten davon zu tragen. Außerdem kann die Ausführung des tlaſſiſchen Tonwerkes durch die greße Maſſe der Theilnebhmer nur eine erhöͤhete Verherellchung erhalten.— Die noch theilzunehmen geſonnen ſind, belieben gefäl— ligſt Sonntag Vormittag, halb 10 Uhr, zur Generalprobe im Theater zu erſcheinen.
Die Zahlung für die ſubſtribirten Logen im erſten Stot und im Parterre à 10, im 2. Stot à 6, im 3. Stot à 4 fl.; und für Sperrſize im Parterre, Orcheſter und im 2. Stok à 2 fl., im 3. Stok à u fl. 20 kr. C. M. wird morgen, Sonntag, von 10 Uhr Vormittag bis Abends bei der Theaterkaſſe angenommen.
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Benefiz.(peſth.) Heute, findet das Benefiz unſers ausgezeichneten Gaſtes Mad. Deſſoir Statt. Sle wüblte, wie ſchon erwähnt, das äußerſt gelungene Drama: „Otto III.“ von Julius Moſen, welches in Leipzig mit faſt beiſpielloſem Beifall aufge- nommen wurde. Da dies ohnehin die lezte Gaſtrolle der Künſtlerin iſt, ſo läßt ſich eine reiche Theilnahme mit Recht erwarten.
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Konzert. Heute, Abends 5 Uhr, ſin⸗ det das Konzert des berühmten Virtuoſen auf der Guitarre Herrn Le'gnani im Re. doutenſaale Statt. Wir machen bierauf als einen beſondern Kunſtgenuß aufmerkſam.
Modenbild. Uro. 15.
Pars, 29. März. Neueſte Viſiten⸗ und Soireenanzüge.— Reueſtes Möbel.
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Herausgeber und Ve
rleger Franz Wieſen.


