Jahrgang 
Band 1 (1840)
Seite
187
 
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ner von uns muß ihrem Herzen näher ſtehen alst der Andere. Biſt du es nun, oder bin ich es? Iſt es dein ernſter Sinn, oder meine luſtige und heitere Laune, die ihr mehr gefiel?... um jeden Prreis müſſen wir es erfahren.Und eben das, verſezte Mocker,werden wir niemals erfahren, ſo lange wir uns Beide um ihre Gunſt bewerben... Suſanna iſt zu ſanft und zu gut, als daß ſie eine Vorliebe äußerte, die unſere Freundſchaft unfehlbar zertrümmern müßte... Ehe ſie das herbeiführen möchte, würde ſie lieber aus Mitleid für den, welchen ſie minder liebt, ihrem Glüke ganz entſagen. Du ſiehſt alſo wohl ein, Freund Davidſon, du oder ich, einer, von uns iſt zu viel in dem Leben Suſanna's.Wahr, ſehr wahr Mocker.Auf deine Geſundheit Da vidſon.Auf die deine Mocker. f

Noch einmal leerten die beiden Nebenbuhler ihre Gläſer, aber dieſes Mal vergaßen ſie, ſich die Hände zu reichen.Biſt du zufrieden, daß wir, ehe wir von hier aufbrechen, die Sache zu Ende bringen?Ich wollte dir eben den gleichen Vorſchlag machen.Ich glaube, es bleibt uns nur ein Weg übrig, wir müſſen uns ſchlagen.Ein ſchöner Gedanke! Sag mir doch Davidſon, würdeſt du dich wohl mit mir ſchlagen, wenn ein Wahrſager dir vor⸗ herver kündigte, ich würde dich im Zweikampf umbringen, und Miß Suſanna heim führen?.Mein lieber Freund... nur in der Hoffnung, dich aus der Welt zu ſchaffen, würde ich mich ſchlagen.So denke ich auch, mein feindlicher Freund.. aber, da mir ſo gut, wie dir, der Sieg werden kann.... So will ich nicht, daß du auf meine Koſten, der glüklichſte Mann ſeieſt... Wahrhaftig du haſt Recht...Und dann, wenn dich Miß Suſanna liebte(was Gott verhüten wolle) glaubeſt du, ſie würde dem Mörder Mockers ihre Hand reichen?Nein.., und eben ſo wenig den Mörder David ſong.Und thäte ſie's auch, du ſelbſt, Davidſonk, önnteſt du glüklich werden, wenn du deines Freundes Blut vergoſſen?...Ein Engel weilte dann an deinem Herde, und die Hölle tobte in deiner Bruſt... Das wäre wahr haftig kein Glük, und Glük iſt ja doch, was wir ſuchen wollen.Aber, mein Gott, wie ſollen wir es finden?Umarme mich, ich will es dir ſagen.

(For tſez. folgt.)

Anagramatiſches Scherzſpiel.

Sie. Du willſt bei mir den 1 2 3 4 5 6 7 ſtets ſpielen, Und doch muß ich es immer ſchmerzlich fühlen, Daß du betrügſt; es hieß' im 1 7 4 5 2 bauen, Wollt' ich noch ferner deiner Liebe trauen; Ich ſeh' an Lyda's Bruſt die 7 45 2 3 prangen, Die, wie man ſpricht, ſie jüngſt von dir empfangen; Die du im 3 45 2 7 bei Monſieur Selteſt Schon längſt um hohen Preis für ſie beſtellteſt.

Er. Ich muß nur über dieſen Vorwurf lachen; In unſerm ganzen 3 4 7 5 2, ſollt' ich meinen, Selbſt unter hohem 4 5 2 3 find'ſt du keinen, Der für die Treue ſtrenger möchte wachen.