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mit, die ihre Fußfertigkeit ihr ein— brachte.— Der Redakteur einer ame⸗ rikaniſchen Zeitung entſchuldigte ſich neulich, das ſein Blatt nicht am be— ſtimmten Tage erſchienen war, mit fol⸗ genden Worten:„Ich ſchäme mich, es zu geſtehen, aber es muß heraus. Die einzige Urſache war, daß meine liebe Frau ſagte, ich müſſe zu Hauſe bleiben und die Kinder warten, weil ſie zu einer Feldpredigt gehen müſſe, und da ich ein friedliebender Menſch bin, ſo that ich ihr den Willen.“— Die Stadt Birmingham empfindet bereits den wohlthätigen Einfluß ihrer Eiſenbahn— verbindung mit Liverpool. Die Lebens- mittel ſind jezt ſehr wohlfeil; der ir— ländiſche Salm wird um 6 Den. das Pfund verkauft, und auch die andern Fiſchgattungen ſind um ſehr mäßige Preiſe zu haben. M. Berlin. Seidelmann iſt hier angekommen, und ſollte am 14. Au⸗ guſt als Marinelli in„Emilie Ga— lotti“ auftreten. F. Widſy(in Litthauen, in der Nach barſchaft von Dunaburg). In Pe— rynga, einem berühmten Wallfahrts— orte, etwa drei Meilen von hier, iſt am 7. Juli, während des Gottesdien— ſtes, die hieſige Kirche mit mehreren Geiſtlichen und gegen 500 Andächtigen verbrannt. Manche Familie hat ihr geſammtes weibliches Perſonal und ihre Kinder verloren. Das Feuer ſoll durch Flachs entſtanden ſein, der in der Kir— che als Opfer neben dem Altar aufge— häuft geweſen, etwa eln Schiffpfund. Auf denſelben iſt ein brennendes Licht gefallen.— Am nämlichen Tage iſt die Oberlage der Kirche in Salok, auf der zweiten Station hinter Ilſeros in
Litthauen, während des Gottesblenſter eingefallen, und hat 30 Menſchen er⸗ ſchlagen und viele verwundet. R. Wiesbaden. Seit einigen Ta— gen haben die hieſigen Eſelstreiber ei— ne förmliche Zunft gebildet, eine ei— gene Fahne an dem ſogenannten Kom— miffions⸗Plaz aufgeſtekt, worauf eini— ge Eſelsreitluſtwanderungen in Oelfarb gemalt ſind und ſich die Inſchrift mit goldenen Buchſtaben befindet:„Zum Vergnügen.“ Wie immer der Glanz der Neuheit gefällt, ſo hat namentlich das Herumreiten der Eſeltreiber mit jener Fahne und unter einem eigenen Anführer, der rothe Abzeichnung trägt, ganz unerwartet ſehr überraſcht und ſich des Beifalls zu erfreuen 0
Frankfurt. Hr. Löwe iſt, nach Beendigung ſeines glänzenden Gaſt— ſpiels, von hier nach Karlsruhe abge— reiſt. Dem. Taglioni iſt hier ange⸗ kommen. 2 N.
Kunſt⸗Anzeige. 0
In Ferd. Tomala's Kunſthandlung(se- genwärtig auf dem Theaterplaz) in Peſth, iſt ſo eben ganz neu erſchienen und zu haben: „Ueber fall auf Sobri's Räuber⸗ bande“, am 17. Febr. 1837, bei Szakes, im Tolnaer Komitate, durch Uhlanen des k. k. Fürſt Schwarzenberg Regiments, Nro. 2; lithographirt und auf Median-Velinpapier ge— drukt. Preis: 1 fl. C. M.— Daſſelbe iſt auch fein kolorirt und gefirnißt mit Goldrah⸗ men zu haben.
Oeffentliche prüfung.
Samſtag, den 26. d. M., Vormittags von 9 bis 12 uhr, wird im großen Komi— tatsſaale in Peſth, öffentliche Prufung und Muſikprodkution der Zöglinge des Blindenin⸗ ſtitutes ſtattſinden, wozu alle Menſchenfreun⸗ de geziemend eingeladen werden.
Dalblähriger Preis 4 fl., mit freier Poſtzuſendung 5 fl. Auf Velinpapter mit erſten Kupferabdrüken 8 fl. und poſtfrei 6 fl. C. N.— Man pränumerirt im Kommtſſionsamt zu Ofen(Feſtung, auterhalb det Waflerthors), in C. Millers u. F. Temalas Kunſttandlungen zu Peſth und bei allen k. k. Poſtämtern.
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Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


