Jahrgang 
Band 2 (1837)
Seite
534
 
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Gelenkigkeit dieſes Virtuoſen im Ge⸗ biete gymnaſtiſcher Sehenswürdigkei⸗ ten in Augenſchein zu nehmen. Wir können den Liebhabern dererlei Vorſtel lungen verſichern, daß Herr Regenti unter den Nachzüglern der Kliſchnigg ſchen Schule einer der erſten iſt, der den Glanz ſeines Meiſters zu verdun⸗ keln im Stande iſt. Was das heutige, zu dieſen Produktionen verfaßte Gele genheitsſtükAffe u. Froſch betrifft, ſo läßt ſich's gut anſehen und hören, beſonders wenn zur beſſeren Wirkſam keit die darin Mitwirkenden(Herr Seydl, Mad. Thoméè, Dem. Dopler, Zettler, Wilhelmi, Wachmann) ihre beſten Kräfte entfalten. Freie Luft, Erſchütterung des Zwergfells, Augen weide in Hülle u. Fülle. Herz was verlangſt du mehr? Nächſtens bin ich wieder da. Nicht wahr meine freundli chen Leſer und Leſerinen, Sie kommen auch? Alſo auf Wiederſeh'n. Arena D.*

for ever.

Mignon ⸗Zeitung.

Buntes aus Paris. Der Gerichtshof hat die Unternehmer der königl. Meſſagerieen zu 10,000 Frks. Schadenerſaz gegen einen Hrn. Dolivier verurtheilt, der beim Einſteigen in die Diligenze unter die Räder gerieth, weil der Kondukteur, ehe er die Reiſenden zum Einſteigen aufforderte, nicht vor⸗ her den Wagen anhalten ließ. Hier iſt eine Ueberſezung des Nibelungen⸗ liedes erſchienen, deren Verfaſſerin, Frau v. la Moltière, auf dieſe allerdings ſchwierige Arbeit 10 volle Jahre ver wendete. Diana von Poitiers blieb im zunehmenden Alter immer ſchön u. friſch und glich in ihrem 40. Lebens⸗ jahre noch einem jungen Mädchen. Nichts deſto weniger bediente ſie ſich des einfachſten Mittels von der Welt, ihre Schönheit zu erhalten. Parfüme⸗

rien blieben ihr fremd. Dafür wuſch ſie ſich, ſelbſt im Winter, Geſicht und Körper mit friſchem Waſſer und ge brauchte dabei keinen Schwamm, ſon dern ein Stük Flanell. Dabei ſtand ſie jeden Morgen um 6 Uhr auf, um ſich durch langes im VBett-Liegen nicht blaß zu machen, und machte alsdann einen Ausflug in's Freie. Madame Ninon, welche bis in ihr 80. Jahr ſchön und liebenswürdig blieb, beob⸗ achtete daſſelbe und rieb überdies vor dem Schlafengehen Geſicht und Kör per mit feinem Flanell troken ab. Hermanſtadt. Zwiſchen dem Rothenthurmpaß, wo eine Kontumaz iſt und Hermanſtadt ſtürzte im Juli ein Verg ein und wachte die Straße ganz unfahrbar, ſo daß jezt die Le⸗ bensmittel nach der Kontumaz auf Kaͤh nen über den Altfluß geführt werden müſſen. f 8 Gtuttgart. Demoiſ. Sche⸗

beſt hat ſich von hier über Nürnberg

zu einem Gaſtſpiel nach Breslau bege⸗ ben, und geht im Spätherbſt nach Pa⸗ ris. Mad. Schröder⸗Devrient befin⸗ det ſich jezt in Hamburg und erntete als Fidelio glänzenden Beifall. B.

Leipzig. Noch immer beſchäf⸗ tigen ſich die Deutſchen und Franzofen

mit dem ungariſchen Räuberhauptmann

Schobri, während er in Ungarn faſt ganz verſchollen iſt. Vor Kurzem er ſchien hier in Ernſt Klein's Verlag: Georg Schobri, der Räuberhaupt⸗ mann in Ungarn. Ein Charakterge⸗ mälde der neueſten Zeit. Nach dem Ungariſchen(2) des Ladislaw Holies Székhely bearbeitet) und heraus ge⸗ geben. 2. Bde. in 8.(1 Rthlr. 16 Gr.)

In der pomphaften Ankündigung heißt

) Wir wiſſen in Ungarn nichts von einem ungariſchen Original dieſes Näuberromans. Der Name Holies Szeékhely iſt unſtreitig fingirt.

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