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gegeſſen habe, was ihm doch freige— ſtanden. Die Frau ſtellte die Sache anders vor und ſagte: der Mann fragte, für wie viel Auſtern man brau— che, um ſich ſatt zu eſſen. Ich ent⸗ gegnete, für eine halbe Krone, glaubte aber natürlich nicht, einen unerſättli⸗ chen Menſchen vor mir zu haben. Der Beklagte vertheidigte ſich nochmals, aber der Richter verurtheilte ihn doch, die ſämmtlichen 700 Stük Auſtern zu bezahlen.— Vor einiger Zeit war in London und auf der Themſe ein ſo dich— ter Nebel, daß kein Schiff auf dem Fluſſe, ohne mehrere Laternen ange— hängt zu haben, ſich bewegen konnte. Die öffentlichen und Privatwagen auf den Straßen der Stadt fuhren den ganzen Tag über mit Fakeln, und ſämmtliche Kaufmannsläden mußte man mit Gas beleuchten. Be Boſton. Ein hieſiger Chemi— ker hat eine Art ſpiegelndes Papier erfunden, das die Gegenſtände ver—⸗ kleinernd reflektirt, aber Bleiſtift— ſtriche annimmt, ſo daß die Umriſſe eines Portaits, einer Landſchaft de. ohne weitere Beihilfe darauf nachge— zeichnet werden können. F. Philadelphia. Unſere Stadt, die ſonſt von Geſundheit ſtrozt und keineswegs an Schwindſucht leidet, iſt doch vielleicht die Stadt, in wel— cher verhältnißmäßig die meiſten Per— ſonen an der Schwindſucht ſterben. Ein deutſcher hier wohnender Arzt hat nämlich berechnet, daß von 1807 bis 1855 in jener Stadt 15,752 Menſchen an der Lungenſchwindſucht geſtorben ſind. M. Toulon. Wie der„Verſtor⸗ bene“ erzählt, ſoll man am hieſigen
Bureau der Dlligenee Berlin nicht gekannt und daher nicht gewußt haben, in welchem Lande der Welt ein ſolcher Ort liege. S. Buntes aus Paris. Der berühmte Klavierſpieler Heinrich Herz iſt von ſeiner Reiſe nach England und Irland, wo er die glänzendſte Auf— nahme fand, wieder hier angekommen. — Die Unternehmer der Diligencen, Laffitte, Caillard und Komp. ſind ge⸗ richtlich verurtheilt worden, einem Manne, der durch das Umwerfen der Diligence zwiſchen Paris und Straß— burg die Schulter brach, eine lebens— längliche Penſion von 8000 Franks zu zahlen.— Während die Pariſer Blät⸗ ter den Bankdieb, der ſich ſelbſt er— ſchoß, fortwährend Martin nennen, bezeichnen ihn Privatbriefe als einen jungen Mann aus ſehr angeſehener Familie, und Gemahl einer berühm— ten Künſtlerin. Den Namen zu nen— nen ſcheint jedoch, ſo lange nur Ge— rüchte darüber umlaufen, mit dem öf— fentlichen Anſtand nicht verträglich. .
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Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


